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Die häufigsten Buchstaben in der deutschen Sprache

erstellt am von  in Wortwissen
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Im Alltag achtet wohl niemand darauf, wie häufig wir einen Buchstaben während eines Gesprächs oder in einem Text verwenden. Dabei ist gerade dieses Wissen besonders nützlich für passionierte Wortspieler von Scrabble®, Words with Friends und co.

Die häufigsten Buchstaben in deutschen Texten

Während der Vokal E im deutschen Alphabet lediglich den fünften Platz besetzt, liegt er bei der Nutzung der geschriebenen wie gesprochenen Sprache mit Abstand auf Platz Eins! Immerhin ist er mit einer relativen Häufigkeit von rund 17,5% in deutschsprachigen Texten wiederzufinden. Fast kein Satz geht uns somit ohne ihn über die Lippen.

Auch der Buchstabe N ist mit 9,8% Häufigkeit in der deutschen Sprache eine beliebte Erscheinung in zahlreichen deutschen Wörtern und Schriftstücken. Dies liegt mitunter daran, dass die meisten Pluralformen und Verben im Deutschen mit dem Buchstaben N enden.  Die Plätze drei bis fünf in diesem außergewöhnlichen Ranking belegen übrigens die Buchstaben I, S und R. Mit ihren Häufigkeitswerten von 7,0%-7,5 % könnten sie sich allerdings schon sozusagen einen dritten Platz teilen.

Die fünf häufigsten Buchstaben sind gekürt: ENIS und R. Doch welche und wie viele Wörter lassen sich alleine mit diesen fünf Buchstaben bilden? Probiert es aus, schreibt einen Kommentar und lasst uns eure ersten Ideen wissen.
Die Lösung findet ihr beispielsweise durch unsere Scrabble-Hilfe heraus.

Das Schlusslicht in der Häufigkeitsaufstellung von Buchstaben, bildet das eigentlich so ansehnliche Q. Mit einer Häufigkeit von nur 0,02% ist er der am wenigsten verwendete Buchstabe aus dem deutschen Alphabet.

Mehr Zahlen, Statistiken und Diagramme zur deutschen Buchstabenhäufigkeit gibt es mitunter auch in einer Übersicht der Johannes Gutenberg Universität Mainz.

Am Anfang war …

…das D. Denn statistisch gesehen ist das D der häufigste Anfangsbuchstabe in deutschen Fließtexten. Vor allem die deutschen Artikel der, die und das verhelfen dem Buchstaben zu einer relativen Häufigkeit von immerhin 14,2%.

Auf der anderen Seite der deutschen Wörter steht mit 21% der Buchstabe N.

Verwendung der Häufigkeitsanalyse

Doch wozu wird die Häufigkeit von Buchstaben überhaupt analysiert? Tatsächlich steckt mehr hinter dieser statistischen Auswertung, als man auf den ersten Blick annehmen mag.

Insbesondere bei der Entschlüsselung von Geheimschriften, wie etwa einer Verschiebechiffre, ist die Häufigkeitsanalyse von Buchstaben von hohem Wert. Bei einer Verschiebechiffre tritt ein Buchstabe an die Stelle eines anderen. So könnte ein D mit einem A ersetzt werden, ein E mit einem B, usw. Mit einer Analyse kann schnell die Häufigkeit eines Buchstaben innerhalb der Geheimsprache festgestellt werden, welche dann mit den häufigsten Buchstaben aus der vermuteten Originalsprache verglichen werden. Innerhalb kurzer Zeit ist so ein komplizierter Geheimcode entschlüsselt.

Auch für das 10-Finger-Schreiben für Schreibmaschinen und Computertastaturen, ist das Wissen um die Häufigkeit eines Buchstaben von Bedeutung. Es gibt Tastaturen, auf denen die am häufigsten auftretenden Buchstaben im Alphabet der jeweiligen Sprache am zentralsten positioniert werden.

Auch im Wortspiel Hangman, auf Deutsch Galgenmännchen genannt, könnt ihr dieses Wissen erfolgreich anwenden. Es besteht eine höhere Treffsicherheit beim Erraten eines Wortes, wenn man zunächst auf die meist genutzten Buchstaben tippt – also ENIS und R.
Habt ihr Lust es auszuprobieren? Wort-suchen.de hat für euch eine eigene Hangman Version eingerichtet.

Und in Wortspielen?

Natürlich spielt die Buchstabenhäufigkeit auch für Wortspiele wie Scrabble® oder Words With Friends eine große Rolle. So orientiert sich die Punktzahl für einen Buchstaben an dessen Häufigkeit in der jeweiligen Sprache. Daher kommt es, dass die Punkte in verschiedenen Sprachen voneinander abweichen. Aber auch innerhalb einer Sprache kann es unterschiedliche Werte bei verschiedenen Wortspielen geben – je nach dem, wie die Spielehersteller die Häufigkeit ermittelt bzw. gewichtet haben.

So kommt es, dass in deutschen Wortspielvarianten beispielsweise ein im Sprachgebrauch häufig auftretendes mit weniger Punkten bewertet wird als das selten auftretende Q. So wird das E beim Scrabble mit der niedrigsten (1 Punkt) und ein Q mit der höchsten (10 Punkte) Punktzahl gewertet. Eben wegen seiner häufigen Verwendung gibt es das E ganze 15 Mal und das Q nur ein Mal im Spiel.

 

Bildquellen

  • Buchstabensalat: pixelio - S. Hofschläger

2 Kommentare

  1. Spätestens seit dem Glücksrad wissen wir, dass der Kollege ERNSTL die Antwort auf die Frage: welche Buchstaben am heufigsten vorkommen, in sich trägt.

    • Stimmt, daran kann ich mich noch sehr vage erinnern. Das ist aber gefühlt schon eine Generation her. Danke für die Erinnerung. Das Spielprinzip könnte ja weiterhin für den ein oder anderen auch hier interessant sein…

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