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Die NASA-Raumsonde im Kreuzworträtsel

erstellt am von  in Wortwissen

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Und so weiter. Von den Anfängen der Raumfahrt im 20. Jahrhundert bis zur Kolonialisierung der Venus-Atmosphäre ist der Schritt, menschlich gesehen, ein ungemein großer. Astronauten (und wohl auch bald Event-Touristen) aus fast allen Teilen der Welt haben unsere Erdumlaufbahn verlassen und sind mit ihren Namen in die Geschichte der bemannten Raumfahrt eingegangen. Doch auch die unbemannte Raumfahrt hat ihre Helden.

In unserer Kreuzworträtsel-Hilfe findet ihr jede NASA-Raumsonde, die sich derzeit irgendwo im Umlauf befindet.

Die NASA-Raumsonde – Mehr als ein Projektil

Der Begriff NASA-Raumsonde meint sämtliche unbemannten Weltraum-Missionen seit den 1950er Jahren, welche vor allem der Mondforschung, der Erkundung der erdähnlichen Planeten Merkur, Venus und Mars, aber auch der wissenschaftlichen Beobachtung von Asteroiden, Kometen und nicht zuletzt der Sonne dienen.

Pioneer (1958 bis 1978)

In den Kindertagen der industriellen Raumfahrt dienten die Raumsonden der Pioneer-Mission anfänglich vor allem dazu, herauszufinden welche technischen Hürden es zu meistern galt. Der einzig wirkliche Erfolg des Programms, ein Mond-Vorbeiflug, gelang mit der Pioneer 4 im Jahr 1959. Eine Umlaufbahn zwischen Erde und Venus wurde fünf Jahre später erreicht. Es folgten weitere Sonden, unter anderem zur Untersuchung des Weltraumwetters und der Erforschung des Jupiters 1972. Letztere Mission sendete mehr als drei Jahrzehnte lang Daten zur Erde. Das Pioneer-Programm endete nach zwanzig Jahren Laufzeit unter anderem mit einer erfolgreichen Venus-Mission.

1985 wurde die 1978 gestartete NASA-Raumsonde EXPLORER 59 auf eine neue Bahn gelenkt und in ICE umbenannt. Kurze Zeit später setzte die Klimaanlage aus.

Nasa-Raumsonde zum Mond

Lunar Orbiter (1966)

Nachdem die ersten Crashkurse zur Mondoberfläche erfolgreich verliefen, ging es nun darum zu ermitteln, inwieweit der Mond auch für bemannte Raumflüge tragfähig wäre. Die Raumsonden dieser Mission untersuchten die Zusammensetzung des Bodens und der Atmosphäre auf Herz und Nieren, damit der große Schritt für die Menschheit auch mit dem passenden Schuhwerk vonstatten gehen konnte.

Surveyor (1966 bis 1968)

Die Raumsonden Surveyor 1 bis 7 hatten unter anderem das Ziel, eine präzise Landung auf dem Mond zu üben, was in fünf Fällen auch gelang.

NASA-Raumsonde Mond
Bild 1: Die NASA-Raumsonde Ranger 7 entwickelte am 31. Juli 1964, unmittelbar vor ihrem Aufschlag auf der Mondoberfläche, völlig unerwartet ein Bewusstsein. In Panik schoss sie noch 4300 Bilder, dann krachte sie ungebremst auf die lunare Tiefebene. Weitere Mondsonden sind zum Beispiel CLEMENTINE und GRAIL

NASA-Raumsonde zu den erdähnlichen Planeten  – und weiter!

Mariner (1962 bis 1973)

Das zehn Raumsonden umfassende Mariner-Programm diente der Erkundung und fotografischen Erfassung von Mars, Merkur und Venus, den erdähnlichen Planeten unseres Sonnensystems. Man wollte der damaligen UdSSR immer einen Sprung voraus sein, was hinsichtlich des Beweises für die Existenz des Sonnenwindes auch gelang. Auch wurde erstmals nachgewiesen, dass auf dem Mars kein Leben möglich ist. Mit lediglich drei Fehlstarts gilt die Mariner-Mission als eines der erfolgreichsten Programme der NASA.

Viking (1975)

Leben auf dem Mars? Wohl eher nicht, denn die zwei Sonden des Meilenstein-Programms Viking fanden zwar keine Spuren von Photosynthese dafür aber von radioaktivem Gas.

Voyager (seit 1977)

Die erst wenige Jahre zuvor gewonnene Erkenntnis, dass die Umlaufbahn eines Planeten genutzt werden kann, um Raumsonden auf ihrem Weg zu weiter entfernten Planeten zu beschleunigen (Swing-By), war entscheidend für die Voyager-Mission. Die NASA-Raumsonde Voyager 1 hat 2012 den interstellaren Raum betreten und ist seither das am weitesten von der Erde entfernte Objekt. Voyager 2 besuchte bis heute als Erste und Einzige Uranus und Neptun

Magellan (1989 bis 1994)

Magellan lieferte die bis heute gültige Venuskarte und wurde passenderweise nach dem ersten Weltumsegler benannt. Diese NASA-Raumsonde wurde aus Verschnittmaterial früherer Missionen zusammengebaut und war daher um einiges günstiger als ursprünglich geplant. Mit ihr wurde erfolgreich das Aerobreaking-Manöver erprobt, bei dem ein Flugkörper während eines geplanten Atmosphärendurchflugs gezielt verlangsamt wird.

Galileo (1989 bis 2003)

Galileo sollte eigentlich den Jupiter dauerhaft umkreisen und Daten sowohl über den größten Planeten unseres Sonnensystems sowie dessen Monde liefern. 1994 schlug der Komet Shoemaker-Levy 9 ein, was die Sonde aufgrund ihres verspäteten Starts (Grund hierfür war die Challenger-Katastrophe) „nur“ aus einer Entfernung von 248 Millionen Kilometern beobachten konnte. 2003 ging der Treibstoff zur Neige . Die dann unlenkbar gewordene Sonde stellte ein Saturnmond-Verunreinigungsrisiko dar, weshalb man sie nach immerhin 14 Dienstjahren gezielt abstürzen und verglühen ließ.

NASA-Raumsonde zur Sonne, zur Freiheit!

Helios (1974 und 1976)

Die beiden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gestarteten Raumsonden zur Erforschung unseres Heimatsterns stellten gleich mehrere Rekorde auf. Helios 1 war die erste NASA-Raumsonde, die nicht aus amerikanischer oder sowjetischer Fertigung stammte. 1,5 Lebensjahre waren veranschlagt, gehalten haben sie letztlich elf Jahre. Mit fast einem Viertel Lichtgeschwindigkeit und trotz erheblichem Gegensonnenwind sind die Helios Sonden bis heute die schnellsten unbemannten Flugkörper im All.

Ulysses (1990 bis 2009)

Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA, erforschte die Korona sowie das Magnetfeld der Sonne, Plasmawellen und während des Schwungholens im Vorüberflug noch einige Daten über den Jupiter.

NASA-Raumsonde Sonne
Bild 2: Man kann direkt in die Sonne blicken bis man schwarz wird. Um solche Bilder zu bekommen, braucht es schon ein wenig mehr.

NASA-Raumsonde auf Kometen

Discovery Programm (2005 bis 2013)

Deep Impact

Die Sonde Deep Impact machte ihrem Namen alle Ehre, als sie am 4. Juli 2005 ein kühlschrankgroßes Stück Elektroschrott, genauer gesagt einen „Impaktor“ auf den Kometen Tempel 1 feuerte und dann aus sicherer Entfernung die Einschlagstelle untersuchte. Als besonderer Gag trug der Impaktor eine CD mit den Namen von mehr als einer halben Million Space-Nerds die sich bei der Aktion „Send Your Name to a Comet“ eingetragen hatten. Weitere Raumsonden des Discovery-Programms sind zum Beispiel STARDUST, CONTUR, DAWN und PSYCHE (geplant für 2022)

Nasa-Raumsonde zum Saturn

Cassini-Huygens (1997 bis 2017)

Diese NASA-Raumsonde sorgte noch lange vor ihrem Start für Tumult. Grund waren die plutoniumhaltigen Batterien an Bord. Es wurde befürchtet, dass eine etwaige Beschädigung den Strahlungstod einer Unzahl von Menschen zur Folge hätte. Der damalige amerikanische Präsident Clinton gab ungeachtet aller Bedenken der Öffentlichkeit die Mission schließlich frei und nun ist die Menschheit um einige Bilder und Daten von Saturn, dessen Ringsystem und Mond Titan reicher.

NASA-Raumsonde Launch
Bild 3: Wie kommt die NASA-Raumsonde in den Orbit? Jedenfalls nicht ohne Zucker.

NASA-Raumsonde zum Pluto – und noch weiter!

New Horizons (2006)

Neue Horizonte entdeckt man nur, wenn die alten überschritten werden. New Horizons besucht das Pluto-System und den Kiupergürtel jenseits der Neptunbahn. Ihre Mission soll bis in die 2030er Jahre andauern, weshalb sie regelmäßig für längere Zeiten in eine Art Winterschlaf-Modus versetzt wird.

NASA-Raumsonde 2018

InSight

Die am 5. Mai 2018 gestartete Mars-Mission InSight kostet mit 425 Millionen Dollar mehr als die Filme Der Marsianer, Total Recall (1990 und 2012) und Mars Attacks! zusammen. InSight soll die Bodenstruktur sowie die Pole des Roten Planeten erkunden, um mehr über seinen Entstehungsprozess zu erfahren.

PSP

Am 12. August 2018 startete die Parker Solar Probe, eine NASA-Raumsonde zur Erforschung der Sonne. Die PSP wird sich unserem Heimatstern bis auf knapp 6 Millionen Kilometer nähern, so nah wie noch niemals zuvor. Ein zentimeterdicker Karbonschild macht es möglich. Sollte sie im Vorbeiflug ihre geplante Höchstegschwindigkeit von 692.000 Stundenkilometern erreichen, wird sie den Helios-Rekord brechen


Bildquellen:

Titelbild: Viking spacecraft via Wikimedia Commons von NASA website, gemeinfrei

Bild 1,2,3: via getstencil, bildrechte bei der 1337 UGC GmbH