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Wordox, Facebook

Wordox: Wörterdiebe haben Spaß

erstellt am von  in Wortspiele

Wordox ist zurück! Darüber freute ich mich jedenfalls, als ich auf der Suche nach einem schnellen Wortspiel für unterwegs war und auf das Spiel Wordox der französischen Firma IsCool Entertainment stieß. Ich war gespannt, ob das neue Wordox denn nun auch so funktionierte wie das legendäre Spiel der Amerikanischen Programmierer Brian Rothstein und Brian Fiete, das 2006 einfach verschwand (Mehr dazu erfahrt ihr am Ende meines Berichtes).

Also, schnell auf meinem Smartphone installiert und ab geht es mit dem Spiel!

 Mit Wordox dem Mitspieler Punkte klauen

Das Spielprinzip von Wordox von IsCool Entertainment ist denkbar einfach und gleicht dem Orginal-Wordox von 1999: Zwei Spieler teilen sich eine Ablagebank mit sechs Buchstaben, die per Zufall ausgewählt wurden. Nacheinander legen die Spieler Wörter aufs Brett. Dabei können sie dem Gegner Buchstaben und somit Punkte klauen, in dem sie zum Beispiel einen Buchstaben an ein schon gelegtes Wort anlegen oder in dem sich ein Wort mit einem anderen kreuzt. Das Spiel endet, wenn ein Mitspieler 25 Punkte erreicht.

Wordox auf facebook

Es können auf dem Wordox-Brett Sterne gesammelt werden. Legt ein Spieler ein Wort in eine der vier Spielbrettecken, die mit V gekennzeichnet sind, löst er einen Vortex aus: Seine gesammelten Sterne werden in Punkte umgewandelt und das Wordex-Spielbrett wird gereinigt, d.h. alle bisher gelegten Wörter werden entfernt. Die gesammelten Sterne des Gegners verfallen jedoch. Der gegnerische Spieler ist dann wieder mit dem nächsten Wort dran.

 Wordox unterscheidet sich bei Facebook und auf dem Smartphone

Sowohl bei Facebook als auch als App ist Wordox derzeit in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch und Türkisch spielbar. Für jedes Spiel in beiden Varianten müssen sogenannte Chips eingesetzt werden. Pro Tag bekommt der Spieler einen Tagesbonus mit Chips. Man kann auch Chips als Geschenke von Freunden erfragen. Bei Facebook gibt es im Wordox zwei Spielvarianten: Einmal mit Freunden oder Solo-Play und einmal der Wordoxcup. Beim Wordoxcup müssen mindestens 250 Chips für ein Spiel eingesetzt werden. Bei der Solo- und Freunde-Variante reichen mindestens 50 Chips pro Spiel. Das Spielsystem von Wordox bleibt erhalten: Jeder Spieler hat jedoch nur 60 Sekunden Zeit, um ein Wort zu legen. Bei einem Wort, das nicht bekannt ist, fallen die Steine automatisch zurück auf die Ablagebank und der Spieler kann es weiter versuchen. Wenn er nicht weiter weiß, kann er passen. Dann ist sein Mitspieler an der Reihe.

Screenshot Wordox auf mobilen Geräten.Eine Wordox-Partie mobil länger spielbar

Die 60-Sekunden-Regel gibt es in der App nicht! Hier kann man bis zu 24 Stunden auf den nächsten Zug warten. Erfolgt dieser innerhalb dieser Zeit nicht oder verlässt der Gegner das Spiel vorzeitig, gibt also auf, gilt der andere Spieler als Gewinner und erhält den Einsatz. Man kann sowohl mit Zufallsgegnern, als auch mit den Facebook-Freunden spielen. Auch können zwei Spieler an einem Gerät spielen, wenn der Modus „Spielen und Weitergeben“ eingestellt ist.

Legt ein Spieler ein für das Wordox-Wörterbuch unbekanntes Wort, fallen hier die Steine nicht zurück auf die Ablagebank. Der Spieler kann mit Hilfe eines Jokers den Spielzug rückgängig machen oder muss passen.

Einsätze der Chips sind mobil wählbar: Bei Gewinn des Spieles erhält man für 250 Chips-Einsatz 300 Chips, für 600 dann 900 Chips und für einen Einsatz von 2.000 Chips gibt es für den Gewinner 3.000 Chips.

Wenn die Buchstaben auf dem Ablagebrett so ungünstig sind, dass beide Spieler nacheinander passen, werden neue Steine ausgegeben.

Das Wordox-Wörterbuch ist nicht einsehbar

Ein Wörterbuch oder eine Hilfe, ob ein Wort gelegt werden kann, gibt es bei Wordox nicht. In der mobilen Spielanleitung wird nur festgelegt, dass Eigennamen, Abkürzungen, Initialwörter und Prä- und Suffixe nicht erlaubt sind. Zudem scheinen mir die Buchstaben, die auf der Ablagebank landen oft nicht der deutschen Sprache gerecht. Es gibt häufig Q, X, Y, A oder Ü.

Wordox ist gute Übungsvariante für Scrabble

Tobias Linke - Vertrieb bei www.wort-suchen.de

Auch Tobias Linke hat für uns Wordox ausprobiert und bemängelt die starke Kommerzialisierung des Spieles: „In der mobilen Variante können die Joker zum Beispiel nur gekauft werden.“ Zudem tauchen auf dem Android noch zahlreiche Bugs auf: Die App fragt beispielsweise zwar nach dem Schließen, wird dann aber nicht wirklich geschlossen oder stürzt bei nicht vorhandener oder wackliger Internetverbindung einfach ab, anstatt zu informieren, dass gerade keine Verbindung besteht. „Insgesamt ist Wordox eine schöne Übung fürs Scrabble. Mit Wordox kann der Spieler deutlich Stopp-Words, Hooks und Mehrfach-Hooks durch das Forcieren paralleler Wörter trainieren“, fasst Tobias zusammen.

Uns erreichte eine Mail von Thomas aus Lübeck, der auch regelmäßig Wordox spielt. Er berichtet davon, dass seine App noch nie abgestürzt ist und sie auch korrekt schließt.
„Auch aus dem Bekanntenkreis wurden solche Probleme nicht berichtet. Ich gehe daher von einem ärgerlichen Einzelfall aus“, so Thomas. Zudem meint er: „Es ist durchaus möglich, Joker gratis zu erhalten. Die verbundenen Freunde können täglich Geschenke über die App senden; meist sind dies kleine Chipbeträge, aber mit etwas Glück ist auch mal ein Joker dabei.“

Was meint ihr zu Wordox? Schreibt uns über Facebook!

Über Wordox von 1999

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Die beiden Programmierer Brian Rothstein und Brian Fiete entwickelten das Originial-Wordox 1999, um ihre Mitkollegen zu beeindrucken.

Ihr Wordox wurde auf einem 13 mal 13 großem Brett gespielt. Damit es nicht zu schnell gefüllt werden konnte, führten die beiden spezielle pinke Quadrate ein. Wurde ein Buchstabe auf eines dieser Quadrate gelegt, leerte sich das Spielfeld automatisch. Orange Quadrate sollten das Brett beleben, indem es für den Spieler, der einen Buchstaben darauf legte, einen Punkt gab. Wenn ein Spieler das Brett leerte, wurden ihm diese Sonderpunkte gut geschrieben. Für jeden gelegten Buchstaben gab es einen Punkt beim Wordox von 1999. Damit Wörter nicht zu schnell gestohlen werden konnten, legten die beiden Programmierer fest, dass die Spieler immer mindestens zwei Buchstaben legen mussten.

2010 gab es ein Versuch des Weiderauflebens von Wordox in Form von Fundox. Mehr dazu hier!

Quelle: http://fundox.free.fr/pages/029-andere-informationen-wordox-story-de.php

Bildquellen

  • wordox_screenshot_fbvariante: Bildrechte bei der 1337 UGC GmbH
  • SC20150612-134658: Bildrechte bei der 1337 UGC GmbH
  • wordox im test_screenshotcollage: Bildrechte bei der 1337 UGC GmbH