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Schaf oder Schildkröte – Welcher Scrabble-Typ bist du?

erstellt am von  in Wortspiele

Der hawaiianische Scrabbler Kanji Matsumoto hat einige Bücher über Taktik und Strategie für das englische Turnier-Scrabble geschrieben. In seinem Buch für Fortgeschrittene, „Scrabble solved“, das nur als pdf direkt bei ihm erhältlich ist, beschreibt er sechs verschiedene Tier-Typen der Scrabble-Spieler und gibt wertvolle taktische Tipps im Spiel gegen diese Scrabble-Typen. Schauen wir uns diese doch mal an…Doch bevor wir loslegen, ein paar Vorüberlegungen dazu.

Warum auf den Gegner fokussieren?

Viel zu viele Menschen betrachten Scrabble als eine Art Solitaire. Schließlich kann man die Buchstaben des Gegners nicht sehen und man kann auf das Spiel des Gegners nur zu einem gewissen Grad Einfluß nehmen. Also warum nicht auf das eigene Spiel fokussieren? Manche sagen: „ Es lohnt sich auf lange Sicht nicht, die Schwächen des Gegners auszunutzen und lenkt von der eigentlichen Aufgabe ab“ oder „ Ein Spielzug in Abhängigkeit vom Mitspieler ist ein suboptimaler Spielzug“

Neigungen und Angewohnheiten

Diese Einstellung berücksichtigt aber die menschliche Seite des Scrabble nicht. Spieler haben Neigungen und Angewohnheiten, die Du mit berücksichtigen solltest. Es kann sich sehr lohnen, seine Strategie an dem Kontrahenten anzupassen. Viele Spieler spielen sehr gut innerhalb ihrer Komfortzone, auf einem Brett, das ihren Stärken zuspielt, in Situationen, wo sie wissen, was zu tun ist. Wenn Du ihnen aber ein Problem präsentierst, dass er oder sie noch nie gesehen hat, werden sie oft Spielzüge übersehen, die sie normalerweise finden würden.

Einige Menschen werden diesen Ansatz kritisieren. In der Tat ist das Ausnutzen der Schwächen anderer ein unangenehmes Thema für viele. Niemand will die Mitspieler als Variablen ansehen, die wir manipulieren und ausnutzen. Unsere Gegner sind ja unsere Freunde, die unser Vergnügen am Scrabble bereichern. Es gibt zahlreiche Freundschaften und Beziehungen unter Scrabblern, die sich oft über das Spiel hinaus in das alltägliche Leben erstrecken.

Scrabble als Spiel

Nichtsdestotrotz sind sie unsere Gegner und Wettbewerber, mit denen wir uns messen. So sehr wir auch ihre Gesellschaft schätzen, wollen wir sie doch schlagen. Das verlangt mehr als nur die Analyse der Fakten auf dem Brett. Es heißt auch, die Ansichten und Entscheidungen des Gegners einzuschätzen.

Diese Betrachtungen können schwierig und sensibel sein. Es ist nicht schön, über andere Leute zu urteilen, und es ist nicht schön, wenn andere über uns urteilen. Niemand möchte als das Kanonenfutter für stärkere Gegner betrachtet werden, deshalb mögen es viele nicht, andere in dieser Weise zu betrachten. Allerdings werden uns diese Betrachtungen helfen, mehr Spiele zu gewinnen.

Erste Eindrücke des Gegenüber durch ein Gespräch

Die Einschätzung des Gegners braucht deine Empathie und die Aufnahme erster Eindrücke, um schnell Entscheidungen über diesen Gegner zu treffen. Die schnelle Aufnahme erster Eindrücke ist eine essentielle Fähigkeit, um im echten Leben Erfolg zu haben, ob Du auf einem Jobinterview bist oder auf einem Date.

Bevor Du deine Strategien einsetzen kannst, solltest Du etwas Konversation mit deinem Gegner betreiben. Das hilft nicht nur dabei ihn oder sie auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen. Es gibt Dir auch Informationen, die Du während des Spiels nutzen kannst.

Um deinen Gegner einzuschätzen, suchst du nach allen Informationen, die Du bekommen kannst. Jüngere Spieler aus Großstädten, die Scrabble-spezifische Terminologie benutzen, fokussieren sich oft auf Strategie und sind häufig Scrabble-Cracks.

Gesprächige extrovertierte Spieler tendieren zu einem schwächeren Wortwissen. Wogegen introvertierte stille Spieler eher geschlossene Bretter bevorzugen. Manchmal offenbaren deine Gegner ihre Spielweise durch die Geschichten, die sie erzählen.

Die sechs Scrabble-Typen nach Kenji

Basierend auf diesen ersten Eindrücken kannst du deine Kontrahenten in Typen einteilen. Diese Typen sind keine Beschreibungen der Menschen, mit denen Du spielst, sie beschreiben ihren Spielstil.

Kenji unterscheidet sechs verschiedene Spielertypen und hat diesen Typen Tiere zugeordnet:

  • Schwache Spieler – Rehe
  • Spieler mit schwachem Wortwissen – Schafe
  • Scrabbler mit Angst vor offenen Brettern – Schildkröten
  • Spieler, die nicht auf einem defensiven Brett spielen können – Hasen
  • Aggressive Spieler – Stiere
  • Spieler mit einem Überlegenheitsdünkel – Hähne

 
Mit der Zeit wirst Du deine ersten Eindrücke korrigieren, wenn Du Deine Mitspieler besser kennenlernst. Du wirst sicher nicht alles über sie wissen, bekommst aber ein Bild von ihren Gedankenmustern und ihrer Spielideologie, wenn Du sie spielen siehst. Es gibt natürlich auch Mischtypen und Spieler, die Ihren Spielstil verändern, indem sie an ihren Schwächen arbeiten.

Ich möchte hier noch einmal betonen, dass diese Unterteilung dazu dient Spielstile zu beurteilen und nicht dazu, Leute zu beleidigen. Das Ziel des Artikels ist nicht, Spieler zu kritisieren oder lächerlich zu machen, sondern Tipps zur Anpassung des Spiels zu geben. Wir können unser Spiel an die Fehler des Gegners anpassen, aber auch unser eigenes Spiel auf diese Fehler hin überprüfen.

Rehe – Schwache Scrabble-Spieler

Rehe in der Natur: Sie sind ängstliche und friedliche Wesen. Ihr Verhalten ist eher passiv, sie sind glücklich damit zu grasen. Sie tollen ausgelassen umher und vertragen sich mit den meisten Tieren, sind aber auch leichte Beute für Raubtiere und Jäger.

Im Scrabble: Rehe im Scrabble sind passive Spieler, die sowohl strategische Fehler als auch Vokabularfehler machen. Ihre Fehler haben keine Muster. Sie können gelegentlich brillieren, sind aber nicht fähig, konstant die besten Züge zu finden.

Identifizieren der Rehe: Sie können anhand ihrer entspannten Haltung identifiziert werden. Rehe zerbrechen sich nicht den Kopf über Spielstellungen und nehmen sich nicht viel Zeit, über ihre Züge nachzudenken. Sie verwenden ihre Zeit eher dafür, Züge zu finden als für strategische Überlegungen oder dafür, verschiedene Optionen zu vergleichen.

Warum es Rehe gibt: Rehe spielen Scrabble zum Vergnügen und um der Gesellschaft wegen. Sie betrachten Scrabble als ein Hobby oder eine schöne Freizeitbeschäftigung und wollen nicht die Zeit und Energie investieren, ernsthafte Spieler zu werden. Die meisten könnten gute Spieler werden, wenn sie den Wunsch hätten und den nötigen Fleiß aufbringen würden, um Scrabble auf einem hohen Niveau zu spielen.

Ausnutzen der Rehe: Du kannst diese Spieler ausnutzen, in dem Du Dein Wortwissen einsetzt. Spiele eine Mischung aus Phoneys und obskuren Wörtern. Verkompliziere das Spiels, indem Du Hotspots blockierst, anspruchsvolle Brettdynamiken anwendest und einfache Bingolinien verhinderst. Das Opfern einiger Punkte, um die Stellung komplexer zu machen, lohnt sich in zukünftigen Zügen, da dein Gegner mit höherer Wahrscheinlichkeit Fehler machen wird.

Das solltest Du vermeiden:

  • Lasse nach Möglichkeit keine Stellen offen, wo dein Gegner EX, IX, EY, MY, NY, NÖ, ÖD oder QI über Eck auf einem Bonusfeld spielen kann. Diese Züge sind leicht zu finden und können viele Punkte bringen.
  • Öffne das Brett nicht leichtsinnig. Auch wenn die Rehe einiges übersehen, sind sie fähig, Bingos zu finden und können dich überrunden, insbesondere wenn sie Glück beim Ziehen haben. Ein offenes Brett ist nicht gleichzusetzen mit einem komplexen Brett.

das reh

Schafe – Spieler mit schwachem Wortwissen

Schafe in der Natur: Es sind passive, naive Tiere, die leicht eingezäunt und kontrolliert werden können. Sie sind harmlose Grasfresser, die Raubtieren nur wenig entgegensetzen können.

Im Scrabble: Schafe sind Spieler mit einem geringen Wortwissen. Sie haben zwar oft ein gutes strategisches Können, kennen aber einfach nicht genügend Wörter, um gegen andere Spieler mit einem größeren Wortschatz bestehen zu können.

Identifizieren der Schafe: Sie sind schwierig auszumachen, da sich viele Spieler für Schafe halten in dem Sinne, dass sie glauben, sie wären großartige Spieler, wenn sie mehr Wörter lernen würden. Schafe erkennst Du in der Regel an ihrem wissbegierigen und umsichtigen Charakter trotz Mangel an Wortwissen. Sie kennen oft ein paar Wörter aus kleineren Gruppierungen, wie zum Beispiel einige der Anagramme von AEINRST, und sie können Wörter aus Wortlisten spielen, die sie studiert haben.

Warum es Schafe gibt: Sie existieren aus verschiedenen Gründen. Einige Spieler wollen nicht die Zeit zum Lernen von Wörtern investieren. Andere sind Anfänger. Andere haben nicht die Fähigkeit, bereits gelernte Wörter zu behalten.

Ausnutzen der Schafe: Schafe sollten ausgenutzt werden, indem Du das Brett öffnest und mit deinem überlegenen Wortwissen punktest, indem Du sowohl obskure Wörter als auch Phoneys spielst, und den Gegner zum Verlieren von Anzweiflungen und zum Akzeptieren von Phoneys drängst. Schafe sind ideale Kandidaten für eine Restbank-Abschätzung, da sie in der Regel ein Bewußtsein für gute Restbänke haben und häufig Standardzüge spielen.

Das solltest Du vermeiden:

  • Spiele keine offensichtlichen „Verzweiflungs“- Phoneys gegen Schafe. Sie werden anzweifeln, wenn sie ein Phoney-Spiel aufgrund schwacher Alternativen vermuten, und sie werden hochpunktige Phoneys anzweifeln.
  • Halte dich nicht zu streng an die reguläre Zugbewertung. Ein offenes Brett ist wichtiger als die Punktemaximierung oder Restbankbewertung. Du solltest bereit sein, zehn oder mehr Punkte zu opfern, um das Brett im Spiel gegen Schafe nach deinen Vorstellungen zu gestalten.

das schaf

Schildkröten haben Angst vor offenen Brettern

Schildkröten in der Natur: Sie sind langsame, vorsichtige Kreaturen, die sich in ihrer Schale verstecken, wenn sie eine Gefahr wittern. Schildkröten gelten als besonders clever, sind aber in der Natur oft gefährdet durch ihre unzureichende Geschwindigkeit.

Beim Scrabble: Schildkröten sind Spieler, die lieber auf defensiv verbauten Brettern spielen, wo sie ihr Wissen um die Brettdynamik und Taktik nutzen, um Ihre Gegner auszumanövrieren.

Identifizieren von Schildkröten: Solche Spieler tendieren dazu, ihre Erfahrung und Geschichte mit dem Spiel hochzuspielen. Schildkröten sind eher reserviert und kontemplativ. Sie genießen das strategische Spiel mehr als das Finden von Zügen auf einem geöffneten Brett. Sie haben das Gefühl, dass sie alles verstehen, was es über Scrabble zu wissen gibt.

Warum es Schildkröten gibt: Schildkröten haben Angst davor, auf offenen Brettern zu spielen, weil sie das Gefühl haben, dass Scrabble auf offenen Brettern ein bloßer Bingo-Schlagabtausch ist, wo Strategie unwichtig ist. Sie denken, dass sie weniger Wörter als ihr Gegner kennen, und dass sie mehr Kontrolle haben, wenn es weniger Optionen gibt.

Ausnutzen der Schildkröten: Sie sollten mit einem Öffnen des Bretts übervorteilt werden. Schildkröten opfern signifikante Punkte oder Restbankwerte, um das Brett zu verbauen, und einen Bingo-Schlagabtausch zu verhindern. Schildkröten können nicht gut mit Aggressivität umgehen. Mit Fischen, Setups und hochpunktigen Zügen kannst Du die Schildkröte bezwingen.
 


Fischen bedeutet, bei bingo-verdächtigen Buchstaben auf der Bank nur ein oder zwei Steine für unbedeutende Züge abzulegen, wenn das Brett keine Anlagestellen bietet, oder wenn trotz guter Buchstaben kein Bingo möglich ist, in der Hoffnung im nächsten Zug einen Bingo legen zu können.
Gezieltes Fischen kann taktisch klug sein, da man sich mit einer guten Restbank die Chance auf einen zukünftigen Bingo bewahrt.

 
Das solltest Du vermeiden:

  • Versuche nicht, eine Öffnung des Brettes zu erzwingen, wenn es einmal verbaut ist. Schildkröten sind geschickt auf verbauten Brettern und werden jede Öffnung schließen, die Du Ihnen anbietest. Du solltest nur Öffnungen versuchen, wenn du eine gute Chance hast, das Spielfeld zu öffnen.
  • Greife nicht zur Anti-Schildkröten-Taktik als Ausrede, um geschlossene Bretter gegen jedermann zu vermeiden. Einige Spieler nutzen diese Taktiken, um sich nicht mit der Strategie auf verbauten Brettern beschäftigen zu müssen. Doch wenn du diese Taktiken zu oft einsetzt, kannst du von anderen Spielern ausgebootet werden, die Anti-Hasen-Taktiken einsetzen.

die schildkroete

Hasen – Probleme bei geschlossenen Brettern

Hasen in der Natur: Es sind aktive und aggressive Tiere, die herumhoppeln, Gärten, Zäune und Felder zerstören, Chaos anrichten und alles in ihrem Weg überrennen. Hasen bewegen sich effizient, aber rücksichtslos und richten Schaden an, ohne darüber nachzudenken.

Im Scrabble: Sie sind sehr gut auf weit geöffneten Spielfeldern, haben aber Probleme auf geschlossenen Brettern. Hasen können verlässlich Bingos und hochpunktige Züge finden, kämpfen aber mit den taktischen und strategischen Facetten von Scrabble. Sie hoffen, dass sie Karotten in Form von Bingos finden und ignorieren Entscheidungsprozesse, die zu geringer dotierten Zügen führen.

Identifizieren von Hasen: Hasen sind besonders enthusiastisch, wenn sie über Wörter sprechen und Spiele mit hohen Punktsummen. Sie studieren eine Menge Wörter und spielen sehr aggressiv. Sie bewerten Spieler nach ihrer Fähigkeit, zu punkten und Bingos zu finden und weniger nach dem strategischen Können.

Warum es Hasen gibt: Es sind meistens Spieler, die gerne Anagrammieren und ein größeres Faible für die linguistische Seite des Scrabble als für die Strategie haben. Hasen spielen lieber auf „aufregenden“ offenen Brettern, die mehr Spaß machen und denken nicht tiefer über Scrabble-Strategie nach, jenseits vom Punktemachen und Bingos ziehen.

Ausbeuten der Hasen: Der beste Weg gegen Hasen zu gewinnen ist wie eine Schildkröte zu spielen. Auf geschlossenen Spielfeldern werden die Hasen verwirrt. Sie versuchen Bingos in Konstellationen zu spielen, wo Bingos sehr unwahrscheinlich sind. Dafür werden sie nutzlose Öffnungen wagen, an denen du punkten und gleichzeitig blockieren kannst.

Das solltest Du vermeiden:

  • Blockiere keine unwahrscheinlichen Bingolinien. Dein Ziel bei Hasen ist es, so viele schwach-punktenden Züge wie möglich herauszufordern, bevor ein Bingo gespielt wird. Viele Hasen werden an schlechten Bingolinien mit unterdurchschnittlichen Buchstaben fischen, das ist etwas, was du fördern solltest.

der hase

Die aggressiven Stiere

Stiere in der Natur: Stiere sind bekannt für ihre Aggressivität. Sie sind dickköpfig und stürmen voran und fordern jeden heraus, der ihnen in den Weg kommt. Die Menschen provozieren und täuschen die Stiere gerne wie beim Stierkampf.

Im Scrabble: Es sind Spieler, die in jeder Gelegenheit versuchen, die Entropie zu maximieren. Sie mögen Züge mit extrem hohen Punktzahlen und gehen gerne Risiken ein: Sie lieben den Thrill beim Scrabble.

Was ist Entropie beim Scrabble

Entropie bedeutet das Spielen mit der Volatilität. Zum Beispiel erhöht ein Zug bis an den Rand des Feldes mit der Möglichkeit, einen Dreifachen oder gar Neunfachen die Entropie und die Volatilität. Das Risiko und der mögliche Punktegewinnsteigt gleichermaßen. Der Gegner kann hoch punkten, aber auch ich habe die Möglichkeit, hoch zu punkten. Die Grundregel zur Entropie ist, bei einem Punkterückstand die Entropie zu erhöhen und bei einem Vorsprung die Entropie zu verringern indem das Brett verbaut, konstant gut gepunktet wird und die Möglichkeiten für Bingos eingeschränkt werden.


 

Identifizieren von Stieren: Im Scrabble sind Stiere die ultimativen Risiko-Spieler. Sie verhalten sich immer so, als ob sie nichts zu verlieren haben. Stiere sind in der Regel relaxed, extrovertiert und bereit, etwas zu riskieren. Sie treten sehr durchsetzungsstark auf und spielen meist sehr schnell.

Warum es Stiere gibt: Für Stiere dreht sich beim Scrabble alles um das ultimative Spiel, die Bingos, die hoch punktenden Züge mit Q, Y, X und sie fokussieren sich auf diese, auf Kosten von gut punktenden Zügen. Stiere ignorieren die Signifikanz von mehreren Zügen á 30 Punkte und setzen lieber alles auf den Superbingo.

Ausnutzen von Stieren: Gegen Stiere solltest du die Feldentropie verringern, indem Du gute Stellen blockierst, wo sie punkten oder hässliche Bänke loswerden können. Stiere sind auf gute Stellen für ihre schlechten Bänke angewiesen, du solltest ihnen diese Optionen nehmen.

Vermeide:

  • Auch wenn es manchmal hilft, das Feld zuzumachen, werden Stiere immer versuchen, Bingolinien zu öffnen, ob das Feld geschlossen ist oder nicht. Deshalb werden Strategien, einzelne Quadranten zu schließen, oft nicht funktionieren. Das Ausnutzen von Stieren verlangt wenig Anpassung, da sie sich meistens selbst schaden.

der stier

Spieler mit großem Ego – Die Hähne

Hähne in der Natur: Hähne sind arrogante Tiere, die bekannt dafür sind ihren Willen gegenüber anderen Tieren durchzusetzen. Der stereotypische Hahn ist stolz und hat einen markanten Gang und Schrei.

Beim Scrabble: Hähne sind Spieler, die bei jeder Möglichkeit versuchen, die Entropie zu vermindern. Sie versuchen den Gegner bei jeder Gelegenheit auszuspielen. Sie lassen es nicht gerne zu, wenn ihre Gegner technisch gute Züge machen. Sie versuchen, andere Spieler zu schlagen, indem sie unvernünftige Züge machen, um Fehler zu provozieren.

Identifizieren von Hähnen: Sie halten sich für Topspieler und haben oft ein großes Ego. Obwohl sich viele großartige Spieler wie Hähne verhalten, gibt es auch viele Hähne, die ihre Fähigkeiten überschätzen.

Warum es Hähne gibt: In einigen Aspekten ist es sogar gut, ein Hahn zu sein, da es wichtig ist, deine schwächeren Gegner auszubeuten. Wenn Du dich gegen Hahnentaktiken sträubst, wirst Du nicht so oft gewinnen, wie eigentlich möglich. Es kann Hähnen aber schwer fallen, die Gegner richtig zu identifizieren. Sie werden manchmal gute Spieler für schwächere Spieler halten.

Ausnutzen der Hähne: Gegen Hähne fährst du besser, wenn du die Entropie vergrößerst, auch wenn es ein paar Punkte kostet. Da Hähne die Entropie verabscheuen, werden sie zu viele Punkte und gute Restbänke opfern um das Feld dicht zu machen. Du solltest auch nach Möglichkeiten schauen, dem Hahn eine Falle zu stellen, indem du deine Fähigkeiten tiefstapelst, ihn über deine Restbank täuschst und die Angewohnheiten des Hahns gegen ihn verwendest.

Das solltest Du vermeiden:

  • Lass einen Hahn nicht wissen, dass Du ein fähiger, bedachter Spieler bist. Du bist besser dran, wenn Du unterschätzt wirst, dann kannst Du Muster im Spiel des Hahns finden, die Du ausnutzen kannst.
  • Gib einem Hahn keine Informationen über deine Schwächen. Gute Hähne können zwischen den Zeilen lesen und deine potentiellen Defizite erkennen.

der hahn

Welcher Scrabble-Typ seid Ihr

Was haltet Ihr von dieser Unterteilung? Findet Ihr euch oder eure Mitspieler in einer dieser Kategorien wieder? Oder habt Ihr ganz andere Beobachtungen?

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Bildquellen
Titelbild – Collage Bild 1, 3, 4 und 6 mit Scahfen und Stier via getstencil für 1337 UGC GmbH
1. Bild – Reh im Rapsfeld – Hedwig von Ebbel Public Domain via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e9/Reh_im_Raps.jpg
2. Bild – Schaf mit Lämmern – Lene, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3d/Schaf_mit_L%C3%A4mmern.JPG
3. Bild – Schildkröte – Gary M. Stolz/U.S. Fish and Wildlife Service – Public Domain via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Alligator_snapping_turtle.jpg
4. Bild – Hase im Gras, – James, William R. – Public Domain via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/70/Sylvilagus_floridanus.jpg
5. Bild – Kampfstiere auf Wiese – Juan Pablo Zumel Arranz, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/051127_1209_Salamanca_Dehesa_Toros_de_lidia_T91.JPG
6. Bild – Hahn – Muhammad Mahdi Karim, GFDL via Wikimedia Commons, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/Rooster_portrait2_%28cropped%29.jpg