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Scrabblerin Claudia Aumüller

Im Gespräch mit Claudia Aumüller

erstellt am von  in wort-suchen unterwegs

Ich habe bei wort-suchen.de von der 4. Berliner Scrabbinale berichtet. Dort faszinierten mich besonders die ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Hintergründe der Spieler. Einige dieser Spieler und deren “Tipps und Tricks” fürs Scrabbeln stelle ich euch hier vor. Diesmal ist es Claudia Aumüller.

Gastronomin und Mit-Organisatorin der Scrabbinale.

 

wort-suchen.de: Du und Scrabble – wie kam das?

Claudia Aumüller: Ich spiele seit meiner Kindheit sehr gerne Scrabble. Als es dann das erste ZEIT-Turnier gab dachte ich: Da fahre ich hin! Da trifft man dann auf einmal auf eine so große Menge Leute, die alle so gern dieses Wortspiel spielen! Damals kannte ich noch keine Kurzwortlisten und dachte, es ist die Pest, wenn man ein X und Y auf dem Bänkchen hat. Seitdem habe ich mich entwickelt und spiele strategischer.

Was sind deine Strategien?

Man sollte alle 2-buchstabigen, 3-buchstabigen und 4-buchstabigen Wörter intus haben und solche Wörter, die sogenannte Hochkaräter wie das Ö oder Q beinhalten. Manche eignen sich die durch Lernen an, ich durch ‚learning by doing‘, indem ich oft spiele. Ich habe ein gutes Gedächtnis. Wenn ich irgendwo ein irres Wort sehe, dann merk ich mir das.

Es gibt bestimmte Spielsituationen, in denen man strategisch vorgehen kann. Man kann ein Wort legen, mit dem man sich selbst eine Möglichkeit für den nächsten Zug schafft. Dabei geht man das Risiko ein, auch dem Gegner etwas zu eröffnen. Man kann mit zweibuchstabigen Wörtern Mauern bauen, am besten auf einem zweifachen oder dreifachen Wortwert. Das gibt viele Punkte. Für solche Dinge muss man einen Blick entwickeln.
(Anm.: Mauern bedeutet, zwei Wörter parallel aneinanderzulegen. Dabei müssen alle nebeneinander liegenden Buchstaben auch gültige Wörter ergeben.)

Was ist so toll am Scrabblespiel?

Es wird nie langweilig! Es ist zugleich ein Strategie- und eine Glücksspiel. Die Sprache ist sehr lebendig. Es ist wie Schach mit Worten: Man hat einen gewissen Standard und muss gewisse Züge kennen. Wenn man sich mit Leuten misst, die den gleichen Wortschatz und die gleichen Erfahrungen haben, ist es besonders toll.

Hast du ein Traumwort?

Ich habe mehrere Traumwörter. Das MYXÖDEM, der METÖKE, ein Ureinwohner irgendwo in Griechenland oder auch RECYCLING. Solche Wörter, da träumt man von.

Was sagst du zu wort-suchen.de?

Ich benutze die Seite gerne wenn ich online spiele. Ich finde, sie ist gut gestaltet.

Vielen Dank Claudia für das Interview

Bildquellen

  • Claudia_Aumüller: Claudia Aumüller (privat)