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Kreuzwortkolumne #48 – Winkelfunktion

erstellt am von  in Kreuzworträtsel-Kolumne

Sinus, Cosinus, Sekans, Kosekans, Tangens und Kotangens – das sind wohlklingende und vor allem selbsterklärende Begriffe, die jeder sofort zu begreifen und praktisch anzuwenden vermag. Man könnte auch sagen, ohne Winkelfunktion wäre die moderne Ecke nicht auszudenken. Doch was genau ist eigentlich eine Ecke? Was kann man bestimmt NICHT dort hineinstellen? Und wie schafft sie es, aus einer gewöhnlichen Kneipe etwas noch viel wundervolleres zu machen?

Alles Rund um die Ecke findet Ihr in unserer Kreuzworträtsel-Hilfe! (Und ja, ohne Winkelfunktion gäb es wohl auch keine Kreuzworträtsel, yada yada yada…)

Eckdaten der Winkelfunktion

In der Ecke ist erstmal grundsätzlich eins, nämlich: Ende Gelände! Die Seiten einer Fläche treffen dort aufeinander. In einem dreidimensionalen Raum, wie etwa einem Zimmer, ist die Ecke dort zu finden, wo zwei Wände und der Boden oder die Decke zusammenlaufen. Es gibt hierfür spezielle Staubsaugerdüsen, die bis ganz in die tiefsten Tiefen einer solchen Ecke vordringen können. So etwas kauft man sich in einem Anfall von Reinlichkeit, lässt es dann aber doch meist in einer anderen Ecke verstauben.

Die Eckenschere

Auch bei Ecken gibt es Außen und Innen. Entscheidend hierfür ist der Winkel. Das ist jener Raum zwischen den Seiten, die zur Ecke führen. Je weiter die Seiten (auch „Schenkel“ genannt, sofern man diese Metapher verwenden möchte und in Kauf nimmt, was dadurch aus der „Ecke“ wird) auseinander gehen, umso größer wird der Winkel. Je weiter ein Winkel wird, desto größer wird der Raum. Dies hat Einfluss auf die Raumtemperatur, die in Grad (°) gemessen wird. Alles, was <= 180° ist, gilt als Innenwinkel. Ab 180° aufwärts sprechen wir von einem Außenwinkel, laienhaft auch „Spitze“ genannt. Der Übergang von Innen- zu Außenwinkel wird als Kantensprung bezeichnet.

Halbseitene Verhältnisse

Wo es mindestens zwei Seiten gibt, entstehen auf die Dauer Verhältnisse. Diese Verhältnisse lassen sich mathematisch zerreden. Das Vermessene daran ist entweder die Seitenlänge, die Winkelgröße, oder (bei Dreiecksverhältnissen) die „Unbekannte“.

Zurechtwinkelfunktion

Wir erinnern uns: ohne Winkel keine Ecke, und ohne Ecke nichts, wo man irgendwas oder irgendwen reinwerfen, beziehungsweise -stellen kann. Was für Zustände dann in unseren Klassen- und Kinderzimmern herrschen würden – man mag es sich gar nicht ausmalen.

Eselsecke

Eine der bekanntesten Winkelfunktionen ist die des In-Die-Ecke-Stellens von Wasserstangen, einerseits, andererseits von vorlauten und/oder unaufmerksamen Schülern zum Zwecke ihrer charakterlichen Stärkung. Die Winkelfunktion der Eselsecke war eine Variable des sogenannten Strafestehens, in Österreich auch geläufig unter dem Namen Winkerlstehen. Abgerundet werden konnte die Eselsecke durch das Aufsetzen einer umgedrehten kegelförmigen Schultüte.

Winkelfunktion Eselsecke
Bild 1: Das Strafstehen war freilich nicht die einzige Winkelfunktion, die das internationale Schulbankenwesen kannte. Einige davon sind auf dieser zeitgenössischen Photographie weiß mit Kreide eingezeichnet.

Aneckdotisches

Was aber macht die Ecke zu einem bei Lehrern wie Waldhexen gleichermaßen beliebten Ort für die Bestrafung? In seiner urprünglichen altnordhochdeutschen Bedeutung heißt „Ecke“ soviel wie „schrecklich“. Nehmen wir als Beleg dafür jene dunklen Winkel in Bad und Küche, die wir ums VerrECKen nicht putzen, weil sie einfach schrECKlich drECKig sind.

Haushaltstipp: Besonders zugesiffte Winkel im Wohn- und Körperbereich reinigt man am besten mit einem Eckstück, beziehungsweise „Zipfel“.

(jd. o. etw.) um die Ecke bringen

Besonders engwinklige Gassen eignen sich hervorragend, möchte man jemanden verschwinden lassen und es einer mangelnden räumlichen Orientierung des Weggemachten anlasten. Ohne Winkelfunktion ließe sich überhaupt viel weniger kreativ Morden. Von den Vorzügen eines schönen, rechtwinkligen Kreuzes kann nicht nur der Heiland ein Lied singen. Und auch das Erdrosselt-werden geht an einem waagerechten Galgen erheblich schneller, knick-knack! Soll noch mal einer behaupten, Geometrie ließe sich nicht auf die Lebenswirklichkeit übertragen.

der Winkeladvokat

Rechtsbeistand ohne fachliche juristische Ausbildung, jedoch mit dem Herz am rechten Fleck. Geht unbekümmert hin und schüttelt Präzedenzfälle aus dem Ärmel. Ist bei der Wahl seiner Methoden nicht immer ethisch ganz unfragwürdig. Bekommt eigene Spin-off-Serie bei Netflix.

das Winkelmesser

Wir alle kennen die tollen Lifehack-Tutorials, wo uns von Esssüchtigen Mega-Hipstern erklärt wird, wie wir durch raffinierte Schräg- und Kreuzschnitte aus der Schokolade oder Pizza unserer Mitbewohner wochenlang etwas raushacken (daher auch der Name Lifehack) können, ohne dass es zunächst auffällt. Dieser goldene Schnitt, auch Mittelstanz genannt, sollte aber mit dem richtigen Instrumentarium erfolgen.

Winkelfunktion Winkelmesser
Bild 2: Das Winkelmesser wurde ursprünglich zum Hacken von Küchenkräutern genutzt, war jedoch vielseitig hinsichtlich seiner weiteren Verwendbarkeit im Haushalt, so zum Beispiel als Stabilisator für lawede Buchstützen (im Bild rechts unten).

Horizonterweiterung

Der Mathematikunterricht hat nicht wenige von uns für immer gezeichnet. Mängellehre, Winkelfunktionen, Schar, Divisor, Limes und ähnlich grenzwertiges Vokabular haben so manches Heulen und Zähneklappern erzeugt. Dabei zeigt ein reformpädagogischer Ansatz, dass es auch anders gehen kann. Die zugrunde liegende Frage lautete: „Wie weit kann einer eigentlich geradeaus gucken?“.

Knorkator – Wie weit ist es bis zum Horizont (Pythagoras)

Klar bisher? Das kommt alles im Test dran. Zum Abschluss wollen wir das bisher Gelernte einer kleinen Prüfung unterziehen. Kreuze in der nun folgenden Aussage die richtige Lösung an:

Das Runde muss in …

a) das Eckige

b) das Konkave

Bildquellen:

Bild 1: „the naughty children“, 1849, unbekannter Verfasser, via Wikimedia commons, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1306423, Public Domain

Bild 2: „Portrait of Thomas Zebrowski“, Ignatius Ernestus Eggenfelder (†1772) – Lietuvos dailės muziejus,  via Wikimedia commons, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12371203; Gemeinfrei

Dominik Wachsmann

Dominik Wachsmann

Der Autor ist tot...und ich bin der lebende Beweis dafür. Mein Motto: "Der Dativ ist des Objektes Stativ."