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Bild Meerkatze gezeichnet

Die Meerkatze im Kreuzworträtsel

erstellt am von  in Wortwissen

Beim Wort MEERKATZE denke ich unwillkürlich an kleine, flauschige Tiere mit Schnurrhaaren, denen Schwimmhäute gewachsen sind, damit sie unter Wasser leben können.

Meerkatze im Kreuzwortraetsel Vorstellung Autorin

Allerdings ist dieser Gedanke weit gefehlt. Genau so wenig sind Meerschweinchen grunzende Unterwassertiere. Meerkatzen leben also nicht im Meer, sondern an Land. Sie sind, wie die Affen, eine Primatengattung, die sich gerne auf den Baumkronen dieser Welt herumtreiben. In unserer Kreuzworträtsel-Hilfe könnt ihr über 40 Lösungen für Meerkatzen finden, wobei MONA das kürzeste Wort mit vier Buchstaben und NIGERIABLAUMAULMEERKATZE das längste Wort mit vierundzwanzig Buchstaben ist.

Etymologie des Wortes „Meerkatze“

Aber wie kommen nun diese Primaten zu ihrem Namen? Wie auch die Meerschweinchen und Meergänse (Pelikane), wurden die Meerkatzen im wahrsten Sinne des Wortes über das Meer nach Europa eingeschifft. Außerdem erinnert der lange Schwanz und die ausbalancierten Kletterkünste, die damit verbunden sind, tatsächlich an eine Katze. Jüngere etymologische Deutungen sprechen allerdings auch davon, dass sich das Wort „Meerkatze“ vom Sanskrit-Wort markaa oder markata ableitet, was „Affe“ bedeutet. Die niederländische Bezeichnung für diese Tiere ähnelt diesen Worten ebenfalls stark: meerkat.

Wie erkenne ich eine Meerkatze?

Die mittelgroßen Primaten sind in Afrika, südlich der Sahara, beheimatet. Man findet sie in Regen- und Mangrovenwäldern, aber auch in Savannen. Dort klettern sie auf Bäumen herum und leben meistens gesellig in Gruppen. Vorwiegend ernähren sie sich von den, an den Bäumen hängenden, Früchten. Allerdings sind sie auch nicht abgeneigt, Fleisch in Form von kleineren Tieren zu essen. Neben dem bereits erwähnten, langen Schwanz, haben Meerkatzen einen rundlichen Kopf, einen recht schlanken Körperbau und lange hintere Gliedmaßen. Die Fellfarben variieren je nach Unterart und können gelbgrün, bläulich-grau bis zu rotbraun und schwarz sein. Auffällig bei den meisten Arten sind jedoch der markante, gefärbte Backenbart und ein unterschiedlich farbiger Fellfleck auf der Nase. Meerkatzen können bis zu zwölf Kilo schwer werden.

Das Sozialverhalten der Meerkatzen

Die tagaktiven Primaten springen und klettern vor allem am frühen Morgen sowie am späten Nachmittag auf Ästen herum und suchen dabei nach essbaren Dingen. Manchmal sind sie auch am Boden aufzufinden, jedoch eher selten. Am Boden könnten Fressfeinde lauern. Deswegen schlafen sie auch auf Bäumen. In den Gruppen leben meistens zehn bis dreißig Tiere zusammen. Gelegentlich gibt es allerdings auch Ausnahmen, in denen 200 Meerkatzen gemeinsam miteinander leben. Die Herde setzt sich zusammen aus einem einzigen geschlechtsreifen Männchen, seinen dazugehörigen Damen und deren Nachwuchs. Die männlichen Nachkommen verlassen mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter die Gruppe und bilden temporäre Wandergruppen. Obwohl sie territoriale Tiere sind, vermeiden sie, wenn es möglich ist, den Konflikt mit anderen Herden. Sie kommunizieren über Schreie und Laute, wenn Gefahr droht und sie die Anderen warnen wollen und drücken innerhalb ihrer Mimik ihre Stimmungen aus. So kann ein Hochziehen der Augenbrauen ein Zeichen von Freude oder ein Fletschen der Zähne ein Ausdruck von Traurigkeit oder Angst sein. Sie pflegen sich, wie man es von Affen kennt, gegenseitig das Fell und begrüßen sich, indem sie ihre Nasen aneinander stupsen.

Fressen und gefressen werden

Meerkatzen fressen sehr gerne die Früchte und das Obst von den Bäumen, auf denen sie leben. Außerdem stehen ihnen diverse Blätter, Blüten und Samen als pflanzliche Kost zur Verfügung. Manchmal genehmigen sie sich allerdings auch Vogeleier, Insekten oder kleinere Wirbeltiere wie Küken oder kleine Echsen. Ihre Nahrung verstauen sie erst einmal in ihren Backentaschen, um sie später in Ruhe und genüsslich zu verzehren. Meerkatzen sind jedoch nicht nur gut im Fressen, sondern sie werden auch gerne selbst gefressen und zwar von Greifvögeln, Schlangen, größeren Affen und Raubkatzen. Die größte Bedrohung der Meerkatze ist allerdings der Mensch. Ja, es gibt Menschen, die essen gerne Meerkatzen. Aber es gibt noch mehr Menschen, die die Lebensräume der Meerkatzen und vieler weiterer Tiere gefährden, indem sie die Wälder roden, um sie, unter anderem, in Ackerland und Viehweiden umzuwandeln.

Die Abholzung des Regenwaldes

Es hört scheinbar niemals auf. Der Regenwald wird weiterhin zerstört. Bodenschätze werden ausgebeutet und die Landwirtschaft schafft immer mehr Rinderweiden sowie die dazugehörigen Plantagen. Zur Energiegewinnung werden Großstaudämme gebaut und vom Holzeinschlag, der für Tropenmöbel und Papiergewinnung getätigt wird, brauchen wir gar nicht erst zu reden. Was können wir selbst tun, um die Meerkatzen und neben ihnen auch tausende andere Arten von Tieren zu retten? Bier trinken? Nein. Lasst uns doch Papier mehrfach verwenden, Wegwerfprodukte vermeiden, weniger Fleisch essen, keine Grillkohle aus Tropenholz mehr verwenden, auf Produkte mit Palmöl und Zuckerrohr verzichten, Stoffelbeutel benutzen und Wasser lieber aus Leitungen statt aus Flaschen trinken! Warum wir das tun sollten, erklärt euch gerne die Initiative Abenteuer Regenwald genauer.

Welche Arten von Meerkatzen können wir dadurch retten?

Es gibt über zwanzig verschiedene Arten von Meerkatzen, die in acht Unterarten eingeordnet werden können. Die Artengruppen dyras, diana, mitis, mona, cephus, lhoesti, hamlyni und neglectus geben dabei vor allem die Fellfarben und den Körperbau an, durch die die Meerkatzen unterschieden werden können.

Die DIANAMEERKATZE, die zur Gruppe diana gehört, zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass die Kehle und der Unterbauch weiß und die Hüfte und das Hinterteil orange gefärbt sind. Die KRONENMEERKATZE dagegen ist graugrün und an ihrer Unterseite gelblich gefärbt. Alle Tiere der MONA-Gruppierung, so auch die CAMPBELLMEERKATZE, besitzen einen leichten Gelbstich innerhalb ihrer Fellfarbe. Die Meerkatzen der hamlyni-Artengruppe haben zwar eher schwarzes Fell, wobei die LOMAMIMEERKATZE sich im Gegensatz zur EULENKOPFMEERKATZE vor allem durch ihre bernsteinfarbene Rückenfärbung und rosa-weißliche Öhrchen auszeichnet. Die SONNENSCHWANZMEERKATZE aus der Gruppe der lhoesti verdient ihren Namen durch ihre orange gefärbte Schwanzspitze, wobei der restliche Schwanz unten weiß und an seiner Oberseite gräulich gefärbt ist. Es lohnt sich wirklich, sich in Ruhe ein paar Bilder von unterschiedlichen Meerkatzen anzusehen. Die Fellfarben jeder Art sind beeindruckend.

Dianameerkatze
Bild 2: Eine Dianameerkatze

In der Realität kann man sich diese wundervollen Tiere sicher auch in einigen Zoos anschauen. Der Zoo in Heidelberg hat zum Beispiel seit 2001 ein Artenschutzprogramm für bedrohte Primaten ins Leben gerufen. Dort wurde letztes Jahr eine ROLOWAYMEERKATZE geboren, die von großer Bedeutung für den Artenschutz ist, weil es nicht mehr viele auf der Welt gibt.


Bildquellen:

Titelbild und Bild 1: Fantasiemeerkatze, Theresa Steigleder
Bild 2: Dianameerkatze; by Ikmo-ned – CC BY-SA 3.0 – via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFranceNormandieChamprepusCercopithecusDiana.jpg

Theresa Steigleder

Schreiben fetzt! Schon als Kind habe ich mir gerne Geschichten ausgedacht und meine Eltern mit selbstgeschriebenen Disneyfilmfortsetzungen genervt. Heute betrete ich mit meinen eigenen Texten die Bühnen Deutschlands und bringe die Menschen zum lachen, weinen und nachdenken. Seit 2016 kann ich bei wort-suchen.de meine Affinität für Worte und Wortspiele ausleben.

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