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Römischer Kaiser im Kreuzworträtsel – Von Helden, Kindsmördern und Wohltätern

erstellt am von  in Wortwissen

Sie sind Helden, Baumeister und Wohltäter, aber auch Feldherren, Brandstifter und Kindsmörder. Über 110 Namen umfasst die Liste der römischen Kaiser, die das Reich von der frühen Kaiserzeit bis zum Übergang der Herrschaft an das byzantinische Kaiserreich im 7. Jahrhundert regierten. Die Liste der möglichen Namen, aus denen ihr die passende Lösung im Kreuzworträtsel herausfinden müsst, ist also entsprechend lang.


Wir geben euch einen Überblick über die römische Kaiserzeit und ihre wichtigsten Vertreter. Mit diesen Informationen und allen Lösungen in unserer Kreuzworträtsel Hilfe seid ihr für alle kaiserlichen Rätselaufgaben bestens gerüstet.

Das Reich vor dem Kaiserreich: Ein unklarer Startpunkt

Ab wann kann eigentlich von einem römischen Kaiserreich gesprochen werden? Eine Frage, die auch von Historikern kontrovers diskutiert wird. Denn klar ist: Die Ursprünge des römischen Reiches, des sogenannten Imperium Romanum, reichen weiter zurück als die Herrschaftszeit der ersten römischen Kaiser. So gehen die Spuren der ersten römischen Könige zurück bis zur Gründung der Stadt Roms im Jahre 753 v. Chr. und dem aus der Gründungssage bekannten ersten römischen König Romulus.

Ihm folgten sechs weitere sagenhafte Könige, die jedoch nicht zur eigentlichen Liste der römischen Kaiser hinzugezählt werden können: Numa Pompilius, Tullius Hostillius, Ancus Marcius, Lucius Tarquinius Priscus, Servius Tullius und Tarquinius Superbus.

Ab dem Jahr 509 v. Chr. sprechen Historiker von der Zeit der römischen Republik, in der der Senat und das Volk von Rom die Herrschaft innehatten. Der nicht nur von den Asterix-Comics und römischen Kanaldeckeln bekannte Schriftzug „S.P.Q.R“ (Senatus Populusque Romanum) erinnert bis heute an diese Zeit. Die meisten Historiker verorten den eigentlichen Beginn der römischen Kaiserzeit jedoch mit der Errichtung des Prinzipats im Jahr 27. v. Chr.

regierungsgewalt vom volke
Der Schriftzug S.P.Q.R. – Senatus Populusque Romanum – auf einem Kanaldeckel: Zeuge der Römischen Republik.

„In jener Zeit erlies Kaiser Augustus den Befehl“

Der erste römische Kaiser ist zugleich auch einer der bekanntesten da sein Name durch seine Erwähnung in der Weihnachtsgeschichte weltweite Bekanntheit erlangte: GAIUS OCTAVIANUS AUGUST, (kurz: AUGUSTUS) der Großneffe von Julius Caesar. So heißt es wörtlich im Lukasevangelium (Kapitel 2 Vers 1): „In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.“

Anbetung der Hirten Bild
„Alle Jahre wieder“ – Vom wohl bekanntesten römischen Kaiser hören viele Menschen jedes Jahr aufs Neue in der Weihnachtszeit. Gleich zu Beginn wird Kaiser Augustus im Weihnachtsevangelium erwähnt. Hier im Gemälde „Anbetung der Hirten“ von Gerard van Honthorst ist er jedoch nicht zu sehen.

Ihm folgten vier Kaiser der julisch-claudischen Dynastie, unter denen zwei besonders bekannt sind: Der als verrückt geltende Kaiser CALIGULA, der vom Volk gehasst wurde und durch merkwürdige Aktionen von sich reden machte, zum Beispiel als er sein Pferd zum Konsul ausrief.

Und der machtbesessene Kaiser NERO, der mit dem Brand der Stadt Roms in Verbindung gebracht wird und Verantwortung trägt für eine groß angelegte Christenverfolgung, indem er kurzerhand den Christen die Schuld für den Brand Roms in die Schuhe schob.

Nach einem kurzen Zwischenspiel durch GALBA folgte ihm Kaiser VESPASIAN nach, der sich im sog. Vierkaiserjahr gegenüber OTHO und VITELLIUS behauptete und die Dynastie der Flavier begründete (Titus, Domitian).

Die Zeit der glänzenden Herrscher

Aus der Zeit der Antoninischen Dynastie sind drei Kaiser besonders bekannt.

Der erste von ihnen, Kaiser TRAIJAN, gilt als der beste Kaiser der römischen Geschichte. Sein Nachfolger, Kaiser HADRIAN, versuchte ein „Goldenes Zeitalter“ zu prägen, in dem er sich vor allem um die Festigung und den Frieden des Reiches bemühte. Durch den von ihm errichteten Hadrianswall zwischen England und Schottland ist sein Name bis heute bekannt.

Der dritte Kaiser, MARC AUREL, bemühte sich vor allem um die Stärkung der Rechte von Benachteiligten, wie Sklaven oder Frauen. Zudem setzte er Akzente in der Rechtssprechung und sorgte für einen wohl funktionierenden Regierungsapparat. Bis heute sind viele Sprichworte des klugen Kaisers überliefert wie: „Schändlich ist es, wenn deine Seele müde ist, bevor dein Leib müde ist.“

Übrigens: Sein Sohn, Kaiser COMMODUS war weitaus weniger weise. Er interessierte sich mehr für Zirkus und Gladiatorenspiele, wobei er selbst mehrfach in die Rolle des Herkules schlüpfte.

Hadrianswall Reste zwischen England und Schottland
Reste des bis zu 5 m hohen, 3 m breiten und über 117 km langen Hadrianswalls können bis heute an der Grenze zwischen England und Schottland besichtigt werden. Der mächtige Wall geht zurück auf Kaiser Hadrian, der große Mühen daransetzte, die Außengrenzen des Reiches festigen.

Von Alleinherrschern und Mamasöhnchen

Der antoninischen Dynastie folgte ein zweites Vierkaiserjahr (PETRINUS, DIDIUS JULIANUS, PESCENNIUS NIGER), aus dem Kaiser SEPTIMUS SEVERUS als Sieger hervorging.

Er errichtete die Dynastie der Severer, beschränkte die Macht des Senats weiter und setzte sich endgültig als Alleinherrscher ein.

Von ihm völlig verschieden zeigte sich Kaiser SEVERUS ALEXANDER. Er kam im Alter von nur zwölf Jahren an die Macht. Während seiner 13-jährigen Herrschaft stand er stets unter dem starken Einfluss seiner Mutter.

Bekannt aus der Dynastie der Severer ist auch Kaiser CARACALLA, nachdem die bis heute in Rom zu besichtigenden Therme benannt sind.

caracalla thermen rom
Die vom gleichnamigen Kaiser errichteten Caracalla-Thermen zählen neben Diokletians- und Trajansthermen zu den bedeutendsten Thermenanlagen der Stadt Rom. Überreste können bis heute in Rom besichtigt werden.

Reichskrise: Die Zeit der Soldatenkaiser

Im 3. Jahrhundert war das römische Reich vielen Bedrohungen von außen, aber auch von innen ausgesetzt. Diese Zeit wird bis heute als Zeit der Soldatenkaiser bezeichnet, die das Reich vor Eindringlingen, aber auch vor Aufständen und Abspaltungen im Inneren bewahren mussten.

Zu den bekanntesten Vertretern zählen Kaiser VALERIAN, der sich vor allem um die Sicherung der Grenzen im Süden und Osten des Reiches bemühte und sein Sohn, Kaiser GALLIENUS, der es sich mit den Senatoren verscherzte, weil er diese von einflussreichen Militärämtern ausschloss.

Ihnen folgten die Kaiser des sog. Imperium Galliarum (POSTUMUS, MARIUS, VICTORINUS, TETRICUS I.)und die sog. Späten Soldatenkaiser, von denen vor allem Kaiser AURELIAN zu nennen ist, der bedeutende militärische Erfolge erzielen und so dem Reich zu neuer Stabilität verhelfen konnte.

Vier Kaiser zur gleichen Zeit

Einen bedeutenden Wendepunkt vollzog das Reich zur Zeit Kaiser DIOKLETIANs, der versuchte, durch die Einsetzung des Vier-Kaiser-Systems politische Stabilität zu erreichen. Diese Zeit brachte weitreichende Reformen für das römische Reich mit sich und gilt bis heute als Beginn der Spätantike.

Allerdings währten seine Versuche nicht lange. Nach seinem Rücktritt im Jahr 306. n. Chr. verfiel die Tetrarchie nach und nach wieder.

In diese Epoche fällt auch die Regierungszeit weiterer bedeutender Kaiser wie MAXIMIAN, CONSTANTIN I. oder LICINIUS, die sich zum Teil heftig gegenseitig bekämpften.

Ein Wendepunkt der Geschichte: Kaiser Konstantin

Nicht zu verwechseln mit Constantin I. ist Kaiser KONSTANTIN I. Er ist der erste Kaiser, der seine Herrschaft wieder im Gesamtreich durchsetzen konnte. Dank seiner Bekehrung zum Christentum wurde die Religionsfreiheit im ganzen Reich Wirklichkeit, wobei Konstantin selbst dem Christentum viele Privilegien zukommen ließ.

petersdom in rom
Unter dem Petersdom können bis heute Spuren der sog. „Konstantinbasilika“ besichtigt werden, die Kaiser Konstantin an der Grabesstätte des Hl. Petrus errichten ließ.

Ihm folgte sein Sohn Kaiser Konstantin II. nach.

Ein bekannter Kaiser der konstantinischen Dynastie ist auch Kaiser JULIAN, der den Beinamen „Apostata“ (der Abgefallene) erhielt, da er den christlichen Glauben seines Onkels Konstantin I. aufgab.

Der Niedergang der römischen Kaiser beginnt

Nach den großen Umbrüchen der konstantinischen Dynastien folgten mit der valentianischen Dynastie eine Zeit der Zwei-Kaiser-Herrschaft, die von der Hoffnung geleitet war, das große Reich besser regieren und sichern zu können.

So regierten zunächst Kaiser VALENTINIAN im Westen und sein Bruder VALENS im Osten. Die durch die Hunnen ausgelösten Wanderungsbewegungen („Völkerwanderung“) führten jedoch zu einem Krieg der GOTEN gegen das oströmische Reich, der mit einer vernichtenden Niederlage der Römer und dem Tod von Valens endete. Viele Historiker sehen in dieser Zeit den Beginn des Niedergangs Roms. Fortan wurden Germanen, Hunnen und Perser nicht mehr bekämpft, sondern durch Tribute besänftigt.

Nach einer turbulenten Zeit, in der Kaiser THEODOSIUS das Reich noch einmal für kurze Zeit einigen konnte, kam es unter HONORIUS und ARCADIUS zur Reichsteilung.
Während das Ostreich in den kommenden Jahren insbesondere unter Kaiser Theodosius II. eine verhältnismäßig stabile Epoche erlebte, ging das Westreich immer mehr seinem Niedergang entgegen, bis Kaiser ROMULUS AUGUSTUS im Jahr 476 als letzter weströmischer Kaiser von germanischen Offizier Odoaker abgesetzt wurde.

Im Ostreich kam es zu zahlreichen Machtkämpfen mit der Kirche. Bedeutende Kaiser dieser Zeit sind Kaiser ANASTASIUS, der für eine starke Gegenposition zur Kirche in Rom kämpfte, und Kaiser JUSTIN I., der auf eine diplomatischere Haltung gegenüber der Kirche setzte. Im 7. Jahrhundert wurde das oströmische Reich vom byzantinischen Reich abgelöst.

Noch mehr über Altrömische Kaiser erfahrt ihr in einer unserer Kolumnen des Kreuzwortgurus!

Die bekanntesten Kaiser im Überblick

Für alle Faulen gibt es hier noch schnell einen Überblick der bekanntesten römischen Kaiser sortiert nach Buchstaben. Ihr erfahrt auch, wofür sie bekannt waren und wann sie regierten.

  • 3 LEO Tyrannischer Kaiser im oströmischen Reich – 457 – 474
  • 4 NERO Christenverfolger, wird mit dem Brand Roms in Verbindung gebracht – 54 – 68
  • 4 OTHO Einer der Kaiser im I. Vierkaiserjahr – 68
  • 5 (MARC) AUREL Kluger und umsichtiger Kaiser, setzte sich für Benachteiligte ein – 2. Jh.
  • 5 TITUS Kaiser der Flavier – 79 – 81
  • 5 ZENON Trotz Unruhen und religiöser Lagerkämpfe konnte er eine Stabilisierung des oströmischen Reiches erreichen. – 474 – 491
  • 6 DECIUS Gilt als fähig, gehört zu den „illyrischen Kaisern“ – 249 – 251
  • 6 HADRIAN Bis heute bekannt durch den Hadrianswall zwischen England und Schottland – 138 – 161
  • 6 JULIAN Legte den Glauben ans Christentum ab, auch Julian Apostata genannt – 360 – 363
  • 6 JUSTIN Oströmischer Kaiser, diplomatisch gegenüber der Kirche – 518 – 527
  • 6 SEVERUS (ALEXANDER) Der dreizehnjährige Kaiser regierte unter dem mächtigen Einfluss seiner Mutter – 222 – 235
  • 6 TRAJAN Gilt als der beste römische Kaiser – 98 – 117
  • 7 ROMULUS(AUGUSTULUS) Gilt als der letzte (west-)römische Kaiser. – 475 – 476
  • 7 VALENS Von den Goten getöteter oströmischer Kaiser – 364 – 378
  • 8 AUGUSTUS Umsichtiger Kaiser, bekannt aus dem christlichen Weihnachtsevangelium. 27 v. Chr. – 14 n. Chr.
  • 8 AURELIAN Soldatenkaiser, stabilisierte das Reich durch militärische Erfolge – 270 – 275
  • 8 CALIGULA Vom Volk gehasster Kaiser der julisch-claudischen Dynastie – 37 – 41
  • 8 COMMODUS Gilt als kindlicher und verspielter Kaiser – 161 – 169
  • 8 SEPTIMUS (SEVERUS) Setzt sich im zweiten Vierkaiserjahr gegen seine Konkurrenten durch – 193 – 211
  • 8 VALERIAN Bekannter Soldatenkaiser, schützte das Reich gegen Bedrohungen, Christenverfolger – 253 – 260
  • 9 VESPASIAN Setzte sich im ersten Vierkaiserjahr gegen seine Konkurrenten durch – 69 – 79
  • 10 ANASTASIUS Oströmischer Kaiser, versuchte die Position der Ostkirche gegenüber Rom zu stärken.
  • 10 DIOKLETIAN Reformierte das Reich durch das Vier-Kaiser-Systems. Mit ihm beginnt die Spätantike – 284 – 305
  • 10 GALLENIUS Soldatenkaiser, der heftige Konflikte mit den Senatoren ausfechten musste – 253 – 268
  • 10 KONSTANTIN Verhalt dem Christentum zur blühte, indem er ihm viele Privilegien zukommen ließ – 307 – 337
  • 10 THEODOSIUS Er konnte das römische Reich noch einmal einigen, bevor es endgültig seinem Niedergang entgegenging – 379 – 395
  • 11 VALENTINIAN Erster weströmischer Kaiser – 364 – 375

Bildquellen
Titelbild: Römischer Kaiser mit getstencil für wort-suchen.de, 1337 UGC GmbH
Bild 1: SPQR CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ROMAMai08_026.JPG
Bild 2: Anbetung der Hirten Gerard van Honthorst, Public domain via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gerard_van_Honthorst_001.jpg
Bild 3: Hadrianwall von Adam Cuerden, Public domain via Wikimedia Commons;
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Milecastle_39_on_Hadrian%27s_Wall.jpg
Bild 4: Thermen von Caracalla von Agnete, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rom_Caracalla-Thermen_von_S%C3%BCden.JPG
Bild 5: Petersdom von Giacomo della Porta, Public Domain via Wikimedia Commons;
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Petersdom_von_Engelsburg_gesehen.jpg