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Eibisch im Kreuzworträtsel – Alle Lösungen in unserer KWR-Hilfe

erstellt am von  in Wortwissen

Cynn nin, im antalehant ilye enya meleth! Was? Nein, nicht Elbisch. Eibisch!

Wenn im Kreuzworträtsel beim nächsten Mal nach Eibisch gefragt wird, müsst ihr also nicht gleich euer Sindarin-Wörterbuch herauskramen oder, ei verbibbsch, eure sächsischen Freunde anrufen. Eibisch ist nämlich eine Pflanzengattung, die zur Familie der Malvengewächse gehört, und wächst vor allem bei uns in Europa sowie in Asien. Die meisten von uns werden diese Pflanze wahrscheinlich als Tee kennen. Die bekannteste Unterart ist der HIBISKUS.

Wenn Ihr in unserer Kreuzworträtsel-Hilfe Eibisch eingebt, findet Ihr außerdem vierzehn weitere Lösungsvorschläge.

Die wichtigsten Arten von Eibisch auf einen Blick

Eibisch hat sehr viele Unterarten. Nicht alle können gegessen oder als Arznei verwendet werden. Manche Sorten existieren einfach nur, damit wir sie angucken und schön finden können.

Die STOCKROSE

Von der gemeinen Stockrose, auch ALCEA genannt, gibt es wiederum sehr viele Unterarten in vielen verschiedenen Farben. In Staudenbeeten und Gärten verwendet man sie als Zierpflanze. Allerdings gibt es auch rot-schwarze Varianten, aus denen Farbstoffe gefiltert werden. Hierbei handelt es sich um den Farbstoff Malvidin, mit welchem Stoffe, Getränke und Süßspeisen violett bis grau-braun gefärbt werden. Ganz selten findet man die Stockrose auch als Inhalt in Hustentee-Mischungen.

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Bild 1: Eine Stockrose ist schön anzusehen.

Der HIBISKUS

Nicht nur in seinem ursprünglichen Herkunftsland Ägypten, sondern mittlerweile fast überall auf unserer Welt, wird aus den Blüten des Hibiskus Früchtetee gekocht. Diesen kann man heiß und auch kalt trinken und er sieht durch sein strahlendes Rot sehr schön aus in durchsichtigen Teegläsern. In Südasien werden die Hibiskusblüten auch für Currygerichte verwendet. Wahrscheinlich eher wegen der Farbe und nicht wegen des Geschmacks. Hibiskus verfügt über eine hohe Konzentration an Vitamin C und man sagt ihm daher auch nach, dass er gegen Kreislaufbeschwerden hilft. Dies ist aber bis heute noch nicht wissenschaftlich belegt.

Die SAMTPAPPEL

Diese Art von Eibisch wächst am liebsten in warmen Gebieten und kommt ursprünglich aus Mittel- und Südasien. Im 18. Jahrhundert wurden aus der Samtpappel noch Fasern für Textilien hergestellt. Auch die Deutschen haben versucht, sie als Faserpflanze zu etablieren, aber Hanf, Lein und letztendlich auch die Baumwolle haben sich dann doch mehr durchgesetzt. In China wird die Samtpappel allerdings noch bis heute als Faserpflanze angebaut.

Die MALVE

Neben der Herstellung von Tee, wird die Malve auch industriell in der Kosmetik verwendet. Durch ihr süßlich duftendes Aroma eignet sie sich gut für Schönheitsmittel, sowie auch für Cremes und Parfums. Außerdem wird aus der Malve auch der Farbstoff Malvidin gewonnen – das erkennen wir ja bereits am Namen. Richard Willstätter, der 1915 den Nobelpreis für Chemie abstaubte, isolierte im gleichen Jahr erstmals diesen Farbstoff, der noch bis heute herkömmlich verwendet wird.

Die OKRA

Wenn es eine Eibisch-Art gibt, die bis heute noch für kulinarische Überraschungen sorgt, dann ist es die Okra. Die Früchte erinnern an den Geschmack grüner Bohnen und werden seit dreitausend Jahren in Ägypten, mittlerweile aber auch in Europa, Amerika und Asien angebaut. Beim Kochen gibt die Schote eine schleimige Substanz ab, die man entweder zum Eindicken von Speisen verwenden oder mit Essig bekämpfen kann. Man munkelt, dass die getrockneten, reifen Samen der Früchte auch als Kaffeeersatz prima funktionieren.

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Bild 2: Okraschoten sind eine außergewöhnliche Zutat.

Wie erkenne ich einen Eibisch?

Die Blüten des Eibischs sind meistens rundlich und ungefähr zwei Zentimeter groß. Becherförmig wachsen fünf Kelchblätter um einen zylindrisch, behaarten Blütenstempel. Eibisch-Arten sind recht krautige Pflanzen, die selbstständig aufrecht wachsen. Die Blätter können teilweise an Brennnesseln erinnern und so kann eine Malve auch schon mal aussehen wie ein Busch von wild gewachsenem Unkraut. Nur, dass inmitten dieses Bildes noch wunderschöne rosé bis lila-farbene Blüten herausstechen. Zumindest von Juni bis August. Bis zu 1,5 Meter hoch kann eine Staude werden. Der Eibisch ist in den meisten Fällen ein einjähriges Gewächs und eine recht ausdauernde Pflanze. Allerdings gibt es heutzutage kaum noch Wildbestände, da die unterschiedlichen Arten als Kulturpflanzen angebaut werden.

Eibisch als Wunderheiler

Schon eine sehr lange Zeit wird der Eibisch aktiv angebaut, denn man kann nahezu die gesamte Pflanze für medizinische Zwecke verwenden. Die Blüten, die im Sommer wachsen, sowie auch die Laubblätter, vor und während der Blütezeit, werden gepflückt und getrocknet.

Malvengewächse tragen Wirkstoffe in sich, die entzündungshemmend sind und das Immunsystem stärken. Vor allem bei Krankheiten im Mund- und Rachenraum, aber auch bei leichten Entzündungen im Magen, eignet sich zum Beispiel Malventee, um die Beschwerden zu beseitigen. Durch die Schleimstoffe der Pflanze wird der Husten gemildert und die Wundheilung wird angetrieben, weil sie sich schützend auf die gereizten Bereiche des Körpers legen.

Ansonsten kann Tee aus Eibisch auch beruhigend, harntreibend und blutstillend wirken und soll auch fantastisch gegen Mundgeruch helfen. Aber auch die Wurzel des Eibischs kann zu Wundheilungszwecken verwendet werden. Selten werden diese ebenfalls getrocknet und zu Tee verarbeitet. Meistens findet man die Eibischwurzel in Salben, die auch Entzündungen hemmen. Diese Art von Arznei eignet sich zum Beispiel sehr gut, wenn man unter einem Furunkel leidet. Aber auch bei Insektenstichen, Muskelkater oder rissiger Haut im Winter kann die Salbe helfen.

Heutzutage gibt es den Eibisch allerdings auch in Tabletten-, Saft- oder Sirupform. Welche Form die Hilfreichste ist? Fragen Sie am besten Ihren Arzt oder Apotheker.

Kochen mit Eibisch

Marshmallows wurden in den USA erfunden? Weit gefehlt! Die köstliche Süßspeise, die man über dem Lagerfeuer oder im spärlichen Fall auch über einer Kerze in der Küche grillen kann, ist ursprünglich auf die französische Küche zurückzuführen. Heute bestehen Marshmallows vor allem aus Zucker und Schweineknochen. Früher wurden die aus dem sogenannten Eibischteig hergestellt. Daher kommt übrigens auch der Name. Marsh-Mallow bedeutet im Deutschen Sumpf-MALVE.

Die alten Römer verwendeten den Eibisch auch als Suppenkraut und als Fleischfüllung. In Hungersnot wurde aber auch die karottenähnliche Wurzel gegessen, die zu einer Suppe gekocht oder gebraten wurde. Eine Form von Wohlstand war das Kochen mit Eibisch auf jeden Fall noch nie, denn schon in der Bibel (Hi 6.6. EU) heißt es: „Wird Fades ohne Salz gegessen, oder ist Geschmack im Eibischschleim?“


Bildquellen
Titelbild: Eibisch im Kreuzworträtsel – Hibiskus via getstencil
Bild 1: Stockrose – By Frank Liebig (Archiv Frank Liebig) CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia Commons
Bild 2: Okra – By Bill Tarpenning Public domain via Wikimedia Commons