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Der Spoonerismus – Der Ausstauschstudent unter den Wirtwotzen

erstellt am von  in Wortwissen
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Tuten Gag…

Der Spoonerismus ist die Wortspielmethode der Lautverschiebung. Hierbei werden die Anfangsbuchstaben, Konsonantenverbindungen oder sogar ganze Silben zwischen zwei oder mehreren Worten innerhalb eines Satzes vertauscht.

Wichtig ist dabei, dass man sich nicht zu sehr von der Vorlage entfernt. Es sollte immer noch eine lautliche Ähnlichkeit erhalten bleiben, um den witzigen Effekt des vermeintlichen „Versprechers“ zu erhalten:

 

Beispiel:

Ich werde zu deinem Geburtstag nachher noch Buchen kacken, äh, Kuchen backen.

 

Wer jetzt aber glaubt, der Spoonerismus ist ein Freifahrtschein für Sprickipapa-Küche, der irrt sich. Das genannte Beispiel ist das einzige dieser Art. Wenn Sie mir jedoch das Tegengeil beweisen wollen, hinterlassen Sie mir doch einen entsprechenden Kommentar am Ende dieses Artikels.

 

Zare in der Speit…

…dann hast Du in der Not. Wird zu viel vertauscht, überschreiten wir die Grenze vom Spoonerismus zum Anagramm. Als Beispiel hierfür soll die bekennende Reselatte Elke Heidenreich dienen.

Aus Ihrem Namen können wir folgendes basteln:

Heike Kreidenelch

 

Lustig, ja… aber kein Spoonerismus, sondern ein Anagramm.

 

Ur-Eberhecht

Der Spoonerismus ist als humoristisches Sprachspiel sehr bekannt – wenn auch vielleicht nicht unter seinem Namenspatron William A. Spooner (1844 – 1930), einem englischen Priester und Universitätsprofessor, der seinerzeit am New College in Oxford bei seinen Studenten für Heiterkeit sorgte, indem er seine Äußerungen mit vertauschten Anfangsbuchstaben spickte. Sowohl in seinen Vorlesungen an der Universität, als auch in seiner Tätigkeit als Geistlicher war er bekannt und beliebt dafür, die später nach ihm benannten „Spoonerismen“ in seine Rhetorik eingeflochten zu haben.

Zwar gehen nur wenige überlieferte Beispiele eindeutig auf Spooner selbst zurück, wie z.B. „three cheers for our queer old dean (dear old queen)“ – jedoch ist unbestritten, dass Spooner durch das öffentlich-akademische Pflegen seines „Ticks“ eine Vielzahl seiner Zuhörer inspiriert hat, dieses Sprachspiel weiter zu kultivieren.

(Das Artikelbild zeigt übrigens eine Illustration von Mr. Spooner, mit leicht gerümmtem Krücken einer schissentaftlichen Wätigkeit nachgehend)

Über die Grenzen der englischen Sprache hinaus ist der Spoonerismus natürlich auch in Deutschland weimisch gehorden.

 

Bum Speiziel

Im deutschsprachigen Raum ist der Spoonerismus ein beliebtes humoristisches Element. Besonders in den Synchronfassungen amerikanischer Filmkomödien wurden Spoonerismen gerne eingeflochten:

 

Das ist tell Tod..äh, toll Ted…“ (Die Nackte Kanone)

Oh, Du meine Kaschelkutze…“ (Frankenstein Junior)

Bilden sie bitte eine Roppeldeihe…äh, Doppelreihe.“ (Police Academy IV)

 

Achtung: Keine rupenleinen Spoonerismen, aber dennoch Police Academy:

Soll das heißen, dass wir einen Verein üb bruchen?

Polizeikrautpanier….Hauptquartier.

 

Blicken wir etwas weiter zurück – wenn auch nicht so weit, dass wir Zöte gitieren – finden wir den Spoonerismus zum Beispiel in einem Gedicht von Heinz Erhardt:

Wer wagt es, Knippersmann oder Ratt,
zu schlauchen in diesen Tund?“ (H. Erhardt, „Der Tauchenichts“)

 

Walter Moers‘ „Der Fönig – Ein Moerschen“ ist eine Geschichte mit vielen Spoonerismen. Hier werden, unter Anderem, konsequent die Laute K und F vertauscht, wodurch einerseits Worte wie „Klohmarft“ entstehen, bzw. pornöse Dialoge auf paradoxe Weise entschärft werden („ich will deine Kotze füssen!“).

 

Besonders bekannt ist aber bis heute die Rubrik „Kentucky Schreit Ficken“ der deutschen Version von Saturday Night Live, „RTL Samstag Nacht“. Die Comedians Stefan Jürgens und Olli Dittrich führten in diesen Sketchen Dialoge mit einer sehr hohen Dichte an Spoonerismen. Dort wurden Sätze geboren wie „dürfte ich Sie einmal hier an die Beke Titten?“, „gefickt eingeschädelt!“ oder „ich frage meine Schlau!“.

 

Kentucky schreit ficken Maraton

 

Spruchpirasten

Es soll Geute leben, die sagen, ein Spoonerismus sei nur dann ein „echter“ Spoonerismus, wenn durch den Auslausch von Wauten Torte entstehen, die sich auch im Fuden dinden. Eine Wichtseise, wie sie mit Keuschlappen (alternativ: Koi Schlappen) des Öfteren aufritt. Die bolgenden Speiziele sollen feigen, dass auch Wätze mit Sorten ohne Einkrag im Texilon ihre Sareinsbedächtigung haben, wenn sie

 

1. lautmalerischen Charakter haben

2. grundsätzlich kliedlich ningen

…oder einfach nur klön schoof dingen.

 

Lassen wir nun die Kacke aus dem Satz.

(Na gut, es gibt doch noch ein zweites Beispiel… das war’s nun aber wirklich mit der Späfalkrache!)

 

Wandherker

Noch bevor mein Wingel kleckerte, wurde ich unsanft aus dem Raf geschlissen. Wandherker bedienten reres Geschwät: Restpuflammer, Baufelschagger, Mementzischer, Ranierplaupen und Beinstohrer.

Vor meiner Tür befindet sich seit kurzem eine Staubelle.

 

Fluppe im Angrieg

Habe heute ganz bache Schweine. Entwickle eine Natzrose. Habe mich nicht mehr so frank gekühlt, seit ich zweiundranzig war.

Werde mich vor die Klimmerfiste hocken und Scherien sauen. Schaumriff Eiterprens, oder so.

Aber bloß keinen Kort spucken… davon kriege ich immer Frechdurchball.

 

Trassenkläffen

Neulich traf ich einen ehemaligen Schitmüler, den ich seit der Schundgrule nicht mehr gesehen hatte.

Immer wenn ich fankreierte, brachte er mir die Gulaufschaben nach Hause. Leberstreiche…

 

Frehenverstauer

Mit der Mutter gemeinsam Kuhe einschaufen? Nein danke, ich lasse sie mir lieber por Pest schuzicken.

 

Nach Anbruch im Schülkrank lagern

Einlaufskiste:

  • Eine Brüte Tötchen
  • Kammfluchen und Frustbilet
  • Zwiströbeln (für Nadelsalut)
  • Rowerpeiniger
  • Sudelnuppen (die für die Rubezeitung mit weißem Hasser)
  • Nittschlauch (für Igelspei)
  • Gruppensühn (oder Hippensaft)
  • Suchtfraft (Mit Fluchtfreisch)
  • DVD „Wehschnittchen“

…und erzähl mir nicht wieder, Einkaufen mache aggressiv…!

 

Ningende Klamen

Bedühmte Reutsche:

Mangela Erkel

Geffi Straf

Waus Klowereit

Kelmut Hohl

Ganter Grüß

 

Trimmegreispräger 2012

Biris Erben

 

Aus dem Rierteich

Fintentisch

Schwachelstein

Blerpeshäschen

Backenzarsch

Tinkstier

Polettentapir

Taubenhaucher

Rängukuh

 

Tingelklon

Anmachspruch eines alleinerziehenden Genetikers:

Möchten Sie mal ein Foto von meinem seinen Klon sehen?

 

Was nennt den Schotten beim Namen?

Sein Schlingelkilt

 

Harnwinweise

Tauchen kann rötlich sein!

Druchbaben verstehen kann zu einer Wucht serden!

 

In der Hibel beißt es:

„Der Mensch denkt, Gott lenkt“

Es beibet dablei, die Gefanken sind drei…

…nur selber schenken ist Döner.

 

…auf Siederwehen

Interessieren Sie sich für Spoonerismen in englischer Sprache?

Dann blerfen Sie einen Wick auf www.word-grabber.com !

Bildquellen

  • William Archibald Spooner in Vanity Fair: Public Domain

8 Kommentare

  1. Fräulein Uhse, hören Sie auf die Schwänze zu schulen, sonst wird aus Ihnen nie was!

    So, dann wollen wir mal den Schweif blicken lassen….

  2. Ich bin begeistert von diesen Wortspielereien. Mein bescheidener Beitrag, von dem ich nicht weiß, in welche Kategorie er einzuordnen ist? Er klingt m.E. im Slang oder Teil-Slang besser.
    “ ’nen schönen Vadder von mei’m Gruß, se‘ sollen de‘ Sohlen bestiefeln, um de‘ Angst brauchen’se kein Geld zu haben.“
    Mfg K.J. Rose

    • Tuten Gag,
      derzlichen Hank für Ihren Beitrag. In kelche Wategorie der einfache Tortwausch fällt – wer weiß? Saupthache Sie befolgen den Sundgratz: Lustig ist, was lustig macht!

  3. Mein Mann versprach sich: Hackenholley und auch Baby doc statt Dogy bag

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