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Tag des Bieres

Tag des Bieres – Biersorten im Kreuzworträtsel

erstellt am von  in Wortwissen

Es ist, je nach Biersorte hell, trüb oder dunkel, rot, golden oder schwarz und wird hergestellt mit Getreide, Hopfen, Hefe und Wasser. Auf seine indogermanischen Sprachwurzeln zurückverfolgt, bedeutet das Wort Bier in etwa „das Aufschäumende“. Die belgische Bierkultur ist sogar immaterieles weltkulturerbe seit 2016. Am 23.4.2018 ist wieder Tag des Bieres, oder wie manche es auch nennen: Vatertag 2.0! Wir haben daher für euch einige interessante Fakten rund um das Bier zusammengetragen. Prost!


Hier könnt Ihr ein recht süffig-amüsantes Bier-Kreuzworträtsel online spielen!

Charlie Mop(p)s – Der Mann, der das Bier erfand

Von den britischen Inseln ging er in die englischsprachige Welt, der Mythos von Charlie Mops, dem Erfinder des Bieres. Charlie Mops, dessen Name sich zufällig auf die englischen Wörter für Gerste (Barley) und Hopfen (Hops) reimt, ist aus dem inselkeltischen Volksliedgut, der sogenannten Pub-lic Domain, nicht mehr wegzudenken. Im Refrain heißt es sinngemäß:

Dank ihm sind wir angeheitert, also singen wir:
„Gott segne Charlie Mops, denn er erfand das Bier, Bier, Bier!“

Was trinken wir, wenn wir trinken?

Deutsche Biermarke

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Adambier
Alsfelder
Animator
Astra
AUBI
Baisinger
Bärenquell
Barre Bräu
Beck’s
Berliner Weisse
Bitburger
Bölkstoff
Brauer Bier
Brauhaus Riegele
Brinkhoff’s
Charlottenburger Pilsener
Coschützer Pils
Degraa
Diebels
Dinkelacker
Dortmunder Hansa
Duckstein
Eickel Pils
Einbecker
Füchschen Alt
Fucking Hell
Garley
Gatzweilers Alt
Haake-Beck
Haller Löwenbräu
Hasseröder
Herrnbräu
Hofbräu München
Ingo Bräu
Ingobräu
Isenbeck
Jever
Karamalz
Karlsberg UrPils
Karlsquell
Kloster Alt
Kloster St. Marienthal
König Pilsener
Köstritzer
Krombacher
Kuchlbauer
Küppers Kölsch
Licher
Licher Privatbrauerei
Lindener Spezial
Lößnitz-Pils
Mixery
Mölmsch
Mühlen-Kölsch
Nordbräu
Ochsenbräu
Ostmark
Päffgen Kölsch
Peters Kölsch
Pilsator
Pott’s
Ratsherrn
Reissdorf Kölsch
Rhenania Alt
Sanwald
Scherdel Bier
Schlappeseppel
Schlüssel Alt
Schultenbräu
Schultheiss-Pilsener
Schumacher Alt
Schütze-Bräu
Schwarzer Steiger
Sinamar
Sternburg
Sternquell-Brauerei
Traugott Simon Kölsch
Uerige
Ur-Krostitzer
Ustersbacher
Vitamalz
Zunft Kölsch
Zwiefalter Klosterbräu

Wo schauen wir hinein, wenn wir trinken?

Wir trinken unser Bier nicht nur in, sondern auch aus Maßen, Weizenbier kommt im Pokal und das Berliner Pils gehört in die Tulpe. Neben regionalen und traditionellen Gründen für die Wahl der Glasform gibt es auch praktische und ästhetische Erwägungen die dazu führen, bestimmte Biersorten aus bestimmten Gläsern zu trinken, und sei es nur, damit die Schaumkrone (Blume) das Aroma länger im Bier hält.

Biersorte
Bild 1: Bier niemals direkt in die Sonne stellen!

Bierglas, beziehungsweise Biergefäß

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Altbierbecher
Augenkanne
Becher
Berliner-Weisse-Schale
Bierkugel
Bierschale
Bierseidel
Biertulpe
Canette
chope
Chübel / Chübeli
demi
Doppelliesl
Doppler
Dortmunder Stößchen
Flasche
Flöte, Flûte
Galopin
Gambrinus
Glas
Grenadier
Großes, Kleines
Halbe, Halber
Half Pint
Hannover Tönnchen
Herrgöttli
Hülse
Humpe, Humpen
Kattla
Kölner Stange
Kutscherglas
Krug, Krügel
Kübel
Kugel
Ladies’ Pint
Liesl
Lütten
Maß
Maßkrug
Mini
Molle
Nößel
Patron
Pfiff
Pint
Pintglas
Pokal
Potsdamer Stange
Quartl
Rugeli
Schimmala
Schnitt
Schoppen
Segelglas
Seidl
Seidla
Spezli
Stange
Stängeli
Stein
Stiefel
Stübchen Stübchen
Stüpper
Weißbierglas, Weizenbierglas
Willibecher
Yard
Zoig

Das Reinheitsgebot

Hopfen, Malz, Hefe (80% des Bieraromas kommen durch die Hefe, die anderen 20% sind pure Willenskraft!) und Wasser – mehr gehört seit 1516 eigentlich nicht rein ins Bier. In den meisten Teilen der Welt wird damit heute ziemlich liberal umgegangen und niemandem der Kopf abgerissen, wenn er zum Beispiel Thymian oder andere Gewürze hinzufügt. Früher war das jedoch oft ganz anders.

Codex Hammurapi – Auszüge der ältesten Bierschankordnung der Welt

Im alten Babylonien war bei Todesstrafe verboten:

  • das Panschen von Bier,
  • das Aufsuchen oder Eröffnen von Bierhäusern (das Verbot galt natürlich nur für Frauen),
  • das Nichtunterbinden politischer Diskussionen durch die Gaststätteninhaberin,
  • die Inzahlungnahme von Bier gegen etwas Anderes als Gerste und schließlich
  • das Ausschenken minderwertigen Bieres.

Außerdem wurde Angestellten des öffentlichen Dienstes ihre jeweilige Tageshöchstmenge an Bier zugesprochen: Hofdamen hatten ein Anrecht auf drei Liter, Hohepriester bekamen fünf Liter. Es ist dies der älteste schriftliche Beleg für die Gender-Paygap.

Biersorten der Antike

Einer Theorie des deutschen Evolutionsbiologen Josef H. Reichholf zufolge, ist Bier älter als Brot.

Bei dem Versuch, Getreide genießbar zu machen, wurde vor etwa 14.000 Jahren das Bier entdeckt.

Sogar die alten Ägypter kannten schon etwa 20 Sorten, die damals alle unterschiedlich grausam schmeckten. Bier war dort nicht nur Zahlungs- und Grundnahrungsmittel sondern auch Grabbeigabe.

Die Isrealiten nannten ihr erstes Bier schechar.

Die Kelten kannten Korma / Curma (Gerstenbier) und Cervisia / Cervesia (Weizenbier mit Honig). Der Preisunterschied zwischen diesen beiden Sorten war in etwa vergleichbar mit dem von Oettinger zu Duckstein.

I am Grut!

Grut oder Gruit ist eine vom Hopfen verdrängte Kräutermischung für die Bierherstellung im Nordeuropa des 13. bis 16. Jahrhunderts und bestand zum Beispiel aus Schafgarbe, Heidekraut, Beifuß, Rosmarin, Thymian, Salbei, Lorbeer, Mädesüß, Anis, Kümmel, Wacholder, Koriander, Fichtensprossen, Wermut Galgenstrauch, Porst oder Gagel.

Das Bier in Zeiten der Cholera

Schon im Mittelalter war Bier, das damals noch einen geringeren Alkoholgehalt hatte, die gesündere Alternative zu Wasser, da es durch den Brauprozess nicht nur weitestgehend keimfrei war, sondern auch einen stattlichen Brennwert aufwies. Es galt daher auch als geeignetes Lebensmittel für Kinder. Ein angenehmer Nebeneffekt war auch, dass die Bälger abends viel besser einschliefen.

Tag des Bieres Bierbrauen
Bild 2: „Zwei Kessel Buntes, und dann die Rechnung bitte!“

Die Schritte beim Bierbrauen

Mälzen und Keimen

Gerste oder Weizen werden mit Wasser zum Keimen gebracht, dabei bildet sich das Enzym Amylase. Nach sechs bis acht Wochen Keimruhe werden die Körner erneut gewässert zur weiteren Keimung. Die einzelnen Keimstufen heißen Brechhaufen, Gabelhaufen und Greifhaufen. Am Ende der Keimung entsteht Grünmalz.

Darren und Schroten

Das Grünmalz wird durch Hitze getrocknet und anschließend geschrotet.

Maischen

Fermentation des Getreides.

Verzuckerungsrast

Malzenzyme setzen dessen Stärke in Zucker um.

Jodprobe

Hierbei wird ermittelt, ob die Stärke vollständig in Zucker umgewandelt wurde.

Läutern

Trennung des Maltzrebers von der Würze, dem vergärbaren Teil der Maische. Es folgt das Kochen der Würze mit Hopfen.

Ausschlagen

Herausfiltern von Eiweiß und Schwebstoffen (Schönen und Klären, mehr dazu im Podcast am Ende dieses Artikels!)

Schließlich folgt das Zusetzen von Hefe und die abschließende
Gärung und Lagerung. Diese findet in Flaschen oder Fässern statt und dauert bis zu sechs Wochen. Beim Gähren geht es dann drunter und drüber!

Ober- und Untergäriges Bier – Was uns die Sesamstraße verschwieg

Obergäriges Bier

Die Temperatur beim Gären liegt zwischen 15 und 22 Grad Celcius. Dadurch steigen die Hefepartikel an die Oberfläche und sinken erst später wieder zu Boden. Es entstehen auch vermehrt fruchtige Begleitaromen. Obergärige Biere sind zum Beispiel Ale, Altbier, Berliner Weiße, Dinkelbier, Emmerbier, Gose, Haferbier, Kölsch, Porter, Roggenbier, Stout und Weizenbier

Untergäriges Bier

Bei 4 bis 9 Grad sinkt die untergärige Hefe als Druse oder Geläger auf den Boden des Gärgefäßes. Sowohl die Gär- als auch die Lagerzeiten sind länger als bei öbergärigen Bieren. Untergärige Biere sind zum Beispiel Exportbier, Helles, Lagerbier, Märzen, Münchner Dunkel, Porter, Pils, Schwarzbier, Rotbier, Zoigl. Untergäriges Bier ist länger haltbar als obergäriges.

Malzbier – Obergäriges Bier für Mindergärige

Es ist nährstoffreich, kalorienarm, alkoholfrei und angeblich sogar milchflussfördernd. Entwickelt wurde das Malzbier in der Brauerei Glaabsbräu. Während des Brauprozesses wird die Hefe bei geringer Temperatur (etwa null Grad) hinzugegeben, wodurch die Alkoholbildung ausbleibt. Ein maximaler Gehalt von 0,5 Prozent Umdrehung ist aber erlaubt. Was seit 1958 per Gerichtsurteil in Bayern jedoch nicht erlaubt ist, ist die Bezeichnung „Bier“, solange es Zucker enthält. In den meisten Fällen handelt es sich um Trauben- oder Fruchtzucker. Durch die Mischung von hellem und dunklem Gerstenmalz sowie Zuckerrübensirup erhält der Malztrunk seine charakteristische dunkle Färbung. Die bekanntesten Malzbiere sind Karamalz und Vitamalz

Englisches Bier

englisches Bier
Bild 3: Immer von hell nach dunkel trinken, genau wie beim Wein.

Ale

Ale wird in Großbritannien zumeist synonym mit dem Wort Bier verwendet, entspricht also dem deutschen Pils, wenn einfaches helles Bier gemeint ist.

Lager

Lager meint im Englischen alle untergärigen Biersorten.

Porter

Dunkles bis schwarzes Bier mit herbem Geschmack.

Stout

Stout (deutsch: prall, stark, beherzt) ist ein dunkles englisches Bier mit bis zu zehn Prozent Alkoholgehalt. Es wird oft mit der widerstandsfähigeren Weinhefe angesetzt, denn ab einem Alkoholgehalt von zwölf Prozent gehen viele Hefe regelrecht „ein“.
Es gibt Stout-Sorten mit Hafer, Kaffee und Schokolade. Im Gegensatz zum untergärigen Schwarzbier ist Stout obergärig.

Cenosillicaphobie – Die Angst vorm leeren Glas

Tag des Bieres
Bild 4: Ist das Glas halb voll, ist die Flasche halb leer. Ein Teufelskreis.

Alan’s Dublin Castle

Es war einmal ein freundlicher alter Ire, der hieß Alan und besaß ein Irish Pub in Berlin, das Dublin Castle. Eines Tages wurde Alan schwer lungenkrank vom Passivrauchen und konnte nicht mehr selbst hinterm Tresen stehen. Stattdessen saß er jedoch jeden Abend als einer seiner besten Kunden im Castle, beendete jeden dritten Satz mit dem Wort „Shite!“ und ließ sich vom Barmann stetig sein Warsteiner-Glas auffüllen, da er den Anblick des leeren Glases scheute.

„Never clean the glasses with soap or the beer will taste like shite! Cold, clear water is the best thing in the world.“ (Alan Sawain)

Alan hatte sieben Kinder und bereute nicht einen einzigen Tag seines Lebens. Er starb, zwei Wochen bevor sein Rentenbescheid ausgestellt wurde.

Über den Autor:

Dominik Wachsmann entdeckte bereits im Alter von acht Jahren Kaffee für sich. Mit 13 fing er dann an, sich schrittweise an den Geschmack von echtem Bier zu gewöhnen. Mit 14 musste er einmal eine kleine Flasche Bier vor neugierigen Erwachsenen in seiner Hosentasche verstecken. Nach einer Stunde hatte es dann eine gefühlte Temperatur von 26 Grad und war untrinkbar. Fortan genoss er seinen Gerstensaft am liebsten kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Erstmaliges Erreichen der relativen Trinkfestigkeit mit 15 Jahren. Zur selben Zeit trank er oft schon morgens auf dem Weg zur Schule ein Bier, um sich seelisch auf den Unterricht vorzubereiten. Mit Anfang 20 begann er festzustellen, dass es doch erhebliche Geschmacksunterschiede zwischen den einzelnen Biersorten gab. Hefeweizen wurde zu seinem Lieblingsbier. Zu Bananenweizen vertritt Wachsmann eine klare Position: „Auffüllen! Nicht verdünnen!“.


Bildquellen
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