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Kreuzwortkolumne

Kreuzwortkolumne #32 – Kanton der Schweiz

erstellt am von  in Kreuzworträtsel-Kolumne

Kantonymus

Denken Sie an den einzigartigen dialektalen Einschlag des Schweizerischen ins Deutsche. Tun Sie dies ab jetzt. +++ Jeder Kanton der Schweiz hat seinen Namen je einmal im Deutschen, Schweizerdeutschen, Französischen, Rätoromanischen und Italienischen. Einzig die Repubblica e Cantone Ticino heißt sonst überall TESSIN. Die Urkantone heißen URI, SCHWYZ und UNTERWALDEN, ungeachtet 1966 aufgekommener Mutmaßungen über Urkantonfälschung im anno 1291 verfassten Originaldokument. Das Eigenverständnis der Schweizer als Willensnation äußert sich unter anderem im klaren Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt und deren Erhalt, politischer und religiöser Autonomie im Kleinen wie im Großen, sowie ihre Neutralität im Bezug auf Außenpolitisches. Inhärent wird hingegen teilsouverän agiert. (Erfahren Sie hier mehr zum Sonderstatus des Kanton JURA et al.)

Kanton der Schweiz
Nach ihnen ist je ein Ort bzw. Kanton der Schweiz benannt: Die drei Bergheiligen des Alpenlands, Werner Stauffacher von SCHWYZ, Walter Fürst von URI sowie Arnold von Melchtal (in OBWALDEN gelegen) begründen auf dem Rütli am Waldfondue der Kantone Uri, Unter-, Nid- und Obwalden, sowie Schwyz und LUZERN beim dreihändigen Schwur den Nationalmythos der Schweiz.

Appenzell Innerrhoden – Kanton DER Schweiz

Im Rütli-Schwur heißt es klar und einvernehmlich «wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern». Die Abbildung rechts zeigt drei dieser Brüder, wobei bis heute nicht hinreichend geklärt werden konnte, ob es sich beim historischen Vorbau der mittleren Person nicht etwa doch um eine unzureichend kaschierte Büste handelt. Als gesichert gilt lediglich, wer hernach das Fondue anstechen durfte. Doch zurück zum Herrengedeck: Der Kanton APPENZELL INNERRHODEN hält den Rekord für exklusive Brüderlichkeit – zumindest auf kommunaler Ebene. Stets bildete ein Innerrhoder Maskulintriumvirat aus Landammann, Säckelmeister und Bauherr die institutionellen „Ecken“ des Geheimrats. Erst ein Bundesgerichtsentscheid, beinahe ein halbes Jahrtausend nach dem Seelisberger Gipfeltreffen, führte das bereits 1971 auf eidgenössischer Ebene beschlossene und seither in Revision befindliche Stimmrecht für Innerrhodenerinnen verbindlich ein. Einer Legende zufolge war es hierbei wiederholt zu erheblichen Verzögerungen gekommen, weil sich bei früheren Abstimmungsunterfangen nicht genügend InnerrhoderInnen am Urnengang beteiligt hatten.

Kantonexporte

Die Bratwurstvariation Schüblig stammt aus SANKTGALLEN und der ihr zu Ehren gereichte Schmotzige Donnerstag leitet die schwäbisch-alemannische Fastnacht ein.

Winkelried, Arnold (von): mythmaßlicher Schweizer Ritterenkel, wurde am 9. Juli 1386 in Sempach, Kanton LUZERN geboren. Von dort stammt auch Emil Steinberger.

Der Film Der böse Onkel des Schweizer Regisseurs Urs Odermat wurde im Kanton AARGAU gedreht.

Der Schweizer Autor und Architekt Max Frisch wurde 1911 in ZUERICH geboren

Das schönste Lachen aus Film und Fernsehen, nämlich das von Lilo Pulver (Sesamstraße 1978–1985) stammt aus BERN, ebenso die Schweizer Indie-Pop-Gruppe Jeans for Jesus.

Johanna Spyri aus Zürich ist die Schöpferin des weltbekannten Heumahdromans „Heidi“.

Der Schweizer Synchronsprecher Wolfgang Hess lieh unter anderem Bud Spencer, Charles Bronson und Obelix seine markante Stimme.

Aus Chur im Kanton GRAUBHUENDEN stammt der Designer H. R. „Hansruedi“ Giger. Ihm, bzw. seinem Xenomörphli ist es gedankt, dass wir im Üniversli kein Lamento vernehmen.

+++ Beenden Sie nun das gedankliche Dialektkontinuum und kehren Sie in Ihren angestammten Regiolekt zurück. Merci vielmals für die Aufmerksamkeit, Tschau und uf Wiederseh…

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