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Kreuzwortkolumne #39 – Sternbild

erstellt am von  in Kreuzworträtsel-Kolumne

Sternbild am Sonntag

Einst dienten die Sternbilder den Menschen zur Orientierung am Himmel. Es sollte sich aber schon nach ein paar tausend Jahren als praktischer erweisen, den Blick auf die Erde zu wenden – zumal dort ein Gros der eigentlichen Fortbewegung stattfand. Dennoch traten unzählige Wandersleute, ihre Augen starr auf den Großen Bären gehaftet, immer wieder in am Boden liegende Fangeisen. Ein bis heute nicht eindeutig zugeordnetes Sternbild führte gar zu einer Verwechslung biblischen Ausmaßes, als ein esotherisch verstrahltes Taufpatentrio im falschen Stall einkehrte. So kam es irgendwann dazu, dass die Menschen anfingen, die Ursachen für ihre privaten Verstrickungen im Nachthimmel zu suchen. Seefahrer und Landgänger runzelten gemeinsam die Gestirne und machten kosmische Konstellationen für ihre existenziellen Odysseen verantwortlich. Es war dies die Sternstunde der Astrologie.

Sternbild Waage ♎ darf’s etwas mehr sein?

Dieses Sternbild sieht ein wenig so aus, als habe der Nikolaus den Entwurf für sein Ferienhaus unter massivem Glögg-Einfluss vorgenommen. Vermutlich zeigte es aber den alten Sumerern den Zeitpunkt für ihre Steuererklärung an.

Sternbild Waage
Stand die Sonne im Sternbild der „Großen Waage“, wurden die Getreidebgaben fällig. Im Bild: Sachbearbeiterin Zuben-el-Akribi mit Waage (re.) hinter ihrem Tresen (aus jener Zeit stammt auch die Redewendung „sich in Sicherheit wiegen“). Mit ihrem rechten Spiralarm in refüsierendem Gestus weist sie darauf hin, dass nun auch die zweimalig verlängerte Abgabefrist verstrichen ist.
Wenn Sie heute morgen sechs unmögliche Dinge getan haben, warum dann nicht als Siebtes auf einen Abstecher in unsere sternhagelvolle Kreuzworträtsel-Hilfe ?

Sternbild Krebs ♋ ein Cancer Kerl!

Krebse gelten als äußerst empfindsame Naturen, deren Lebensweg oft von Scherereien begleitet ist. Doch woran liegt das? Ein Blick auf sein Sternprofilbild macht deutlich, dass sich der Krebs  zwischen Löwe und Zwilling versteckt hält. Ja, der Krebs ist tatsächlich dermaßen introvertiert, dass man ihn in der Vergangenheit des öfteren mit einer Schildkröte verwechselte. Ohne Panzer, versteht sich, denn Krebse neigen (oh Wunder!) zum Pazifismus. Doch weshalb All sein Weltschmerz? Seine Sterne formen ein (fast) auf dem Kopf stehendes Y. Das sogenannte Y-Chummerosom, im englischen abgekürzt auch als Y-ME¿ bekannt, ist die als am wahrscheinlichsten geltende Ursache für die fortwährenden Zwickmühlen des Krebses. Das geflügelte Wort des „Herumkrebsens“ ist daher auch nicht aus der Luft gegriffen.

Ein Sternbild von einem Mann: Orion

Zwar ist seine Filmfirma mehr oder weniger dauerkonkurs, aber sein Versandhandel von Ehehygieneartikeln defloriert seit eh und je. Die Rede ist von ORION! Er war zu seinen Lebzeiten bereits ein Riese. Um seine Empfängnis überhaupt erst zu ermöglichen, mussten Zeus, Poseidon, sowie ein anyonymer dritter Gott zusam(m)enlegen. Einer mythischen Auslegung zufolge wurde Jägermeister Orion daher auch von einer Bärin entbunden.

Trivia: Orion muss sich wegen diverser Übergrifflichkeiten mindestens 500 Lichtyards (ca. 1 Schwanzlänge) vom Skorpion fernhalten.

Sternbildsuche – Wer hat’s gefunden?

Sternbild
Allein 47 Sternbilder wurden entdeckt, kartografiert und/oder benannt von Claudius Ptolemäus, zum Beispiel FUELLEN, PFEIL, ALTAR, BECHER, LEIER, HASE, WOLF und SCHWAN. Ihm dicht auf den interstellaren Versen mit immerhin 17 Sternbildern, wie etwa LUFTPUMPE (vakuumwerfende Idee, finden Sie nicht?), MALER, NETZ und PENDELUHR, ist der französische Astronom Nicolas-Louis de Lacaille, der sich rühmen kann, nicht nur KIEL, sondern auch SEGEL und ACHTERDECK DES SCHIFFES erspäht zu haben! Es folgen weiterhin ein Bayer mit zwölf, Hevelius mit sieben und Plancius mit vier Sternbildern. Das HAAR (der Berenike) in der kosmischen Urknallerbsensuppe jedoch fand kein geringerer als der dänische Astronom Tycho Brahe.

Sternbildbeweis

Jüngst wurde ein bislang völlig unbekanntes Sternbild im Chluster LMAA-23 entdeckt, welches in Astrologenkreisen für novahelle Aufregung sorgt. „Fragmentarischer Finger Gottes über Homo antecessor„, so der Arbeitstitel, deutet in noch nie dagewesener Präzision auf den vermuteten Ursprung unserer Existenz.

Sternbild
Sternbild der Evolution: Wir sehen im linksoberen Quadranten die handtropomorphe Gaswolke „Großer Bruder“. Darunter, scheinbar im Gehen begriffen, jenes Gebilde, welches unserem hominiden Urahnen so verblüffend ähnelt. Kontrovers diskutiert werden derzeit noch die linksseitig abfallenden Fragmente sowie ihre materielle Zusammensetzung.
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