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Tempolimit Dominiks letzte Worte Podcast

#tempolimit – Dominiks letzte Worte

erstellt am von  in Dominiks letzte Worte

Warum ein Tempolimit?

Nun, eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 120-130 Stundenkilometer wäre zum Einen gut für die Umwelt, denn es würden dadurch bis zu 3 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Und das jedes Jahr.

Ein Tempolimit wäre außerdem auch gut für uns Menschen, denn die Zahl der Verkehrstoten würde dadurch um 60-80 verringert. Und das jedes Jahr.

Diese 60-80 Menschen verbräuchten dann bis zu ihrem Lebensende ungefähr zwanzig- bis fünfzigtausend Tonnen CO2, jedes Jahr, hätten also immer noch eine relativ gute Umweltbilanz, was selbst Jemandem klar sein müsste, der vollkommen bescheuert ist.

Deutschland ist in Sachen Entschleunigung leider immer noch das unbeleuchtete Stauende Europas.

Wenn es darum geht irgendetwas langsamer zu machen, dann werden die Leute nach wie vor unleidlich. Man braucht sich nur mal anzuschauen was passiert, wenn über Nacht Schnee gefallen ist. Da wird nicht etwa der Berufsverkehr für ein paar Stunden ausgesetzt, damit der Winterdienst freie Bahn hat. Nein, da wird die noch frische Aggression vom Scheibekratzen direkt auf die Straße mitgenommen und die Hand friert an der Hupe fest.

Später anfangen ist scheinbar keine Option, auch nicht bei höherer Gewalt, das sind noch die Reste unseres Preußengehirnes.

Die Verkehrssicherheit liegt allgemein in den Händen von Leuten, denen man per Gesetz den Bleifuß amputieren muss, damit sie ein wenig Rücksicht zeigen. Die Forderung nach einem Tempolimit – oder gar nach höheren Steuern auf Diesel und Benzin – löst daher nicht nur Zorn, Verärgerung, und Belastung bei den Autofahrern aus, sondern gefährdet natürlich unser aller Wohlstand!

CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer, der bereits 2016 ein Tempolimit für Asylurlauber auf Heimattrip forderte, hat der Klimaschutzkomission daher auch gleich ordentlich den Unterboden gekärchert als sie es gewagt hat mit solch einem grünliberalem Unfug daherzukommen.

Was kommt als Nächstes? Helmpflicht im Cabrio?

Solche Ideen sind wie ein Kopfsprung durch die Windschutzscheibe, sie gehen gegen den Menschenverstand. Die Beurteilung dessen, was Menschenverstand ist, liegt übrigens neuerdings im Ermessen von Leuten, die mit Nachnamen Scheuer heißen. Wenn es nach Denen geht, sollte künftig auch im Stau mindestens 60 gefahren werden dürfen.

Das Schicksal der Umwelt – und damit auch das Unsere – liegt in den Händen von Autofahrern. Und deren Hände sind schon voll mit Lenkrad, Latte Macchiato, Smartphone und Vaping Pen.

Ich hab das mal gesehen, wie jemand im Auto während der Fahrt gevaped hat und ich muss sagen, da hilft auch kein Vorsicht Nebel-Schild mehr.

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Über den Autor

Der Autor ist tot…und ich bin der lebende Beweis dafür. Mein Motto: „Der Dativ ist des Objektes Stativ.“



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Titelbild: Dominik Wachsmann; Copyright: frost || films; Photograph: Peggi Petzold; Bearbeitung: Frederik Schrader für 1337 UGC GmbH