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Mikroplastik Dominiks letzte Worte Podcast

#mikroplastik – Dominiks letzte Worte

erstellt am von  in Dominiks letzte Worte

Mikroplastik ist der schwebende Beweis dafür, dass der Mensch intelligent genug ist Dinge zu erfinden für deren korrekte Verwendung er zu dämlich ist.

Ach ist das wirklich so, ja?

Ja. Du musst dir das nämlich so vorstellen: wenn du in deiner Plastikschüssel einen Kuchenteig anrührst und die Stäbe von deinem Handrührgerät sind aus Metall, dann hast du nachher kleine Kunststoffpartikel im Teig. Und die isst du dann nachher mit dem Kuchen mit.

Und durch die Hitze beim backen wird zusätzlich Formaldehyd frei.

Wegen der Kernschmelze.

Das schmeckt leicht nussig.

Ich sag es dir ganz ehrlich, wenn man den Plastikmüll essen könnte…

…oder damit autofahren, könnte!

…was meinst du denn wie schnell das Meer wieder sauber wäre!

Die Müllbeseitigung schafft ja viele neue Arbeitsplätze.

Ehrenamtlich, genau. Übrigens wäre Mikroplastik tatsächlich ein hervorragendes Diätmittel, weil, wenn du nämlich genug davon isst, dann denkt der Bauch er ist satt.

Ja, das hat man an den Basstölpeln gesehen, die haben auch sehr stark abgenommen durch die Plastikkur.

Von dem Mikroplastik werden pro Jahr 8 millionen Tonnen hergestellt, zum Beispiel durch den Abrieb von Teigschüsseln und Autoreifen.

Dann sind Flugzeuge also umweltfreundlicher als Autos, weil da die Reifen die meiste Zeit die Straße gar nicht berühren?

Das Problem ist ja Folgendes: Wenn die Müllkrumen kleiner sind als fünf Millimeter, weil sie auf dem Weg zu einem der großen Sammelstrudel zerbröseln, dann sind sie für das bloße menschliche Auge ja fast gar nicht mehr zu erkennen. Wie Bakterien

Oder Viren.

Oder Milben.

Oder die Rechte von Minderheiten.

Und was der Mensch nicht sehen kann, das macht ihm Angst.

Tiere können aber auch mit der Nase sehen und die fressen das dann, weil es lecker aussieht. Ich war mal mit einer Gruppe Verhaltensauffälliger auf einer Kanutour und da hat einer von den Jungs am Ufer eine Plastiktüte gefunden und die mit seinem Paddel an Land zurückgeschmissen.

Der Einzelne kann also doch was bewirken!

Und dann ist eine Kuh angekommen und hat die Tüte gefressen!

Eine Plastiktüte hält im Wasser 10 Jahre, das ist noch Qualität!

In dreißig Jahren gibts wahrscheinlich mehr Plastik im Ozean als Fische!

Ich dachte in zwölf Jahren hätten wir schon die totale Erderwärmung?

Genau, und bei 70 Grad wird Formaldehyd frei.

Das schmeckt leicht nussig!

Jedenfalls haben die Forscher jetzt gesagt wir könnten ganz beruhigt sein, weil ja noch gar nicht bekannt sei, wieviel Mikroplastik der menschliche Darm überhaupt aufnimmt.

Dafür gibts bestimmt auch eine Obergrenze.

Es besteht also kein Grund zur Panik. Ist ja auch nicht wirklich was Neues. Guck mal, selbst in der Zahnpasta sind kleine Peelingpartikel aus Plastik drin.

Die Zähne kannste dir auch mit Bambus putzen hab ich kürzlich gelesen.

Das Problem ist ja, dass, wegen der Hygiene, dürfen Nahrungsmittel nur in frisches Erdöl eingepackt werden!

Kann man denn nicht eigentlich auf Plastik verzichten beim Einkaufen?

Klar kannst du beim Einkaufen auf Verpackungen verzichten, wenn du ausreichend Geld hast und Zeit, dann ist das kein Problem.

Ahja, kein Problem.

Wenn du Geld hast.

Kein Problem!

Und Zeit.

Ja…

Zeit…

…ja, Zeit.

…und Geld.

…und Geld. Und was ist mit der Kunststoffindustrie?

Die hat zuviel Geld!

Und die Politik, die Politiker? Was ist mit den Politikern

Die kannst du leider überhaupt nicht wiederverwerten. Man muss ja auch dazu sagen, unsere gesamte Generation wurde ja nicht wirklich erzogen, aber Mülltrennung war den Erwachsenen sehr wichtig.

Duales Erziehungssystem, genau.

Es ist auch im Grunde genommen gar nicht nicht so schwer, den Müll richtig zu sortieren.

Nö, ganz einfach eigentlich!

Die Getränkedose…?

Landet im Gelben Sack!

Die Milchpackung aus dem Kartonmix…?

…die landet auch im Gelben Sack?

Ja, wenn sie von innen beschichtet ist, dann ja.

Da muss man vorher mit einem Streichholz reingucken!

Der Plastikmüll muss dann geschreddert und gewaschen werden.

Dabei kommt natürlich auch Was ins Regennasser, das ist klar.

Wenn der Aludeckel noch am Joghurtbecher klebt, dann wird der falsch sortiert! Und dann verbrennt er für die Erderwärmung.

Fast 75 prozent Formaldehyd!

Polyetyhlen…?

Kannst du recyceln!

Polystyrol…?

Das kannst du nicht recyceln.

Polypropylen…?

Das kannst du gut recyceln!

Schwarzer Kunststoff…?

Den kannst du nicht recyceln.

Fassadendämmung…?

Landet im Plastikmüll!

PET-Flaschen…?

…die kannst du recyceln!

Die PET-Flasche hält 450 Jahre.

Dann haben die Rentner ja noch genug Zeit zum Einsammeln.

Plastiktrinkröhrchen…?

…landen bei der Schnappschildkröte in der Nase!

500 millionen Amerikaner schmeißen jeden Tag einen Strohhalm weg. Die sind dort so arm, dass sie kein richtiges Recyclingsystem haben.

So wie Indonesien. Indonesien hat auch keine richtige Abfallentsorgung

Die europäische Union hat jetzt Trinkhalme, Besteck und Teller aus Plastik verboten.

Bis 2021 darf man noch, dann soll man Das aber sein lassen.

Das beruhigt Einen. Und die Wattestäbchen gehören…?

…nicht ins Ohr!

Was für eine Welt! man kann also schon sagen: Recycling beginnt zuhause!

Genau, wie die Verdauung.

Jeder Deutsche scheidet pro Jahr vier Kilogramm plastik aus. Und jetzt überleg mal, wenn unsere Ausscheidungen voller Plastik sind, dann können Die auch recycled werden!

Stell dir das mal vor: nachhaltige Kaffeebecher aus recyceltem deutschen Kot!

Im Bier wurde ja jetzt auch schon Mikroplastik gefunden.

Das soll ja auch wieder teurer werden…

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#mikroplastik – Dominiks letzte Worte

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Der Autor ist tot…und ich bin der lebende Beweis dafür. Mein Motto: „Der Dativ ist des Objektes Stativ.“