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Nordamerikanische Indianer im Kreuzwortraetsel

Nordamerikanische Indianer im Kreuzworträtsel

erstellt am von  in Wortwissen

Im Kreuzworträtsel kann entweder die Frage nach nordamerikanischen Indianerstämmen oder nach nordamerikanische Indianer vorkommen. In unserer Kreuzworträtsel-Hilfe befinden sich dafür über 100 Lösungsvorschläge – von FOX, OFO und UTE mit drei Buchstaben bis zu den APALACHICOLA mit zwölf Buchstaben.

Wie viele Indianerstämme es nun genau in Amerika gibt, kann nicht so leicht beantwortet werden. Bevor die Europäer nach Amerika kamen, waren es sicher über 250 Stämme in Nordamerika. Der Übergang von einem Stamm zum anderen kann auch fließend sein.

Eine Aufteilung nach Sprachen ist daher ebenfalls sehr schwierig. Würde die Zugehörigkeit nach Sprachen aufgeteilt werden, würden NAVAJO, CHEYENNE, CREE, DELAWARE, MAHICAN oder ARAPAHO alle in die Sprachfamilie der ALGONKIN gehören.

In Kanada leben heute noch rund 800.000 Indianer. Meist werden die Stämme nach Territorien aufgefasst. Eine Sonderrolle spielen in Amerika die Métis. Das sind Nachfahren vorwiegend französischer Einwanderer und indigener Frauen, die in Kanada heute als indigenes Volk anerkannt sind. Die Métis sprechen zum Teil Französisch und zum Teil Michif – eine dem Cree verwandte Sprache.

Weshalb wir Indianer sagen und es nicht tun sollten

Das Wort Indianer ist eine deutsche Sammelbezeichnung für indigene Völker Amerikas. Die deutsche Bezeichnung geht auf das spanische Wort indio zurück, welches ein Neologismus aus der Kolonialzeit ist. Als Christoph Kolumbus 1492 glaubte, er sei in Indien angekommen, bezeichnete er die dort lebenden Menschen fälschlicherweise als Indianer. Obwohl dieser Irrtum bereits zehn Jahre später endgültig aufgeklärt wurde, verblieb die Bezeichnung im Deutschen bis heute. Daher wird der Begriff Indianer auch oft von den angesprochenen Gemeinschaften als koloniale Fremdbezeichnung abgelehnt oder gemieden.

Vor der Kolonialisierung der Europäer bestand für die Stämme kein Grund, einen Sammelbegriff für die Bevölkerung des Kontinents zu bilden. Auch die Eigenbezeichnungen vieler Gemeinschaften waren einfach nur gleichbedeutend mit dem Wort „Mensch“. Ebenso haben die Indianer sich vorher nicht als eine Einheit angesehen. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstand erst mit der gemeinsamen Erfahrung durch die Kolonialherrschaft und all den Kriegen, die dadurch geführt wurden. Erst dieses Zusammengehörigkeitsgefühl der nordamerikanischen Indianerstämme brachte die Angehörigen dazu, den englischen Begriff „American Indian“ auch für sich selbst zu verwenden.

Nordamerikanische Indianerstaemme im Kreuzworträtsel

Geschichte der nordamerikanischen Indianer

Die Kultur der nordamerikanischen Indianer geht historisch auf die Clovis-Kultur zurück. Diese war die erste verbreitete, prähistorische Kultur auf dem amerikanischen Kontinent. Die der Clovis-Kultur angehörigen PALÄO-Indianer lebten ca. von 9.050 bis 8.850 v. Chr. – das entspricht dem Ende der letzten Kaltzeit. Daran schloss sich die sogenannte Archaische Periode an, in der die Menschen hauptsächlich als Jäger und Sammler lebten, jedoch ca. 1.000 v. Chr. teilweise sesshaft wurden. Dadurch konnten sich die nordamerikanischen Indianerstämme, wie wir sie heute kennen, erst bilden. Mit dem Bau von Häusern, dem Ackerbau und verschiedener handwerklicher Tätigkeiten ging auch eine Gemeinschaftsbildung einher, in der sich diverse indianische Kulturen bildeten. Schon sehr früh entwickelten sich Handelsgeschäfte durch den Kürbis- und Maisanbau sowie durch die Herstellung von Jagdwaffen und Schmuck.

Zusammenbruch der großen nordamerikanischen Indianerstämme

Ab dem 16. Jahrhundert vernichteten die Konquistadoren, also die Kolonialherren Europas, innerhalb weniger Jahrzehnte die indianischen Großreiche Amerikas. Auch die eingeschleppten Krankheiten der Europäer wirkten sehr zerstörerisch und entvölkerten ganze Regionen. Nach und nach wurden die nordamerikanischen Indianer eine Minderheit, da die Zuwanderung stetig zunahm. Nur in einigen Gebieten, wie in Bolivien und im Süden Mexikos, befinden sich nordamerikanische Indianer heute in der Mehrheit. Viele Indianerstämme wurden ausgelöscht, verdrängt und in „Indianerreservate“ umgesiedelt. Heute ist die indianische Bevölkerung Amerikas sehr ungleichmäßig verteilt, obwohl mehrere tausend Reservate bestehen.

Das Leben und die Kultur nordamerikanischer Indianer

Längst nicht alle Indianer lebten in Zelten, so wie wir es heute als Klischee aus Filmen und Büchern kennen. So widmeten sich die PUEBLO Indianer beispielsweise schon ab 750 dem Ackerbau, um sich das dauerhafte Verweilen an einem Ort zu sichern. Sie bauten sich damals sogenannte „Pit-Houses“ – Gebäude, die teilweise in den Boden gegraben werden. Mit dem sesshaften Leben in den Siedlungen entwickelten sich auch handwerkliche Fähigkeiten wie Töpferei und das Fertigen besserer Werkzeuge und Schmuck weiter. Damit wurde auch der Hausbau immer wichtiger im Leben der nordamerikanischen Indianerstämme.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kunst und Literatur der Indianer nicht mehr zensiert. Nennenswerte indianische Autoren sind zum Beispiel Apes, ein PEQUOT, der ANISHINABE George Copway und der TUSCARORA Chief Elias Johnson. Sie zählen zu den frühen Beispielen amerikanischer Literatur. Der KIOWA N. Scott Momaday erhielt 1969 den Pulitzer-Preis für seinen Roman House Made of Dawn.

Auch die traditionelle indianische Musik wird heute noch gepflegt. Musikrichtungen wie Country und Pop werden mit traditionellen Elementen wie Flöten und Trommeln vermischt. Einige Interpreten, die auch in der amerikanischen Öffentlichkeit bekannt sind, sind zum Beispiel Robbie Robertson, Rita Coolidge, Buffy Sainte-Marie, John Trudell, Wayne Newton und die Band Redbone:

Und wie sieht der Alltag der nordamerikanischen Indianer heute aus?

Im Jahr 1924 erhielten die American Indians die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zehn Jahre später stand man ihnen im Indian Reorganisation Act das Recht auf Ausübung ihrer Kulturen zu. Bis heute versucht die US-Regierung immer wieder, die Rechte der Indianer zu beschneiden – zum Beispiel durch Landenteignungen. Ein aktuelles Beispiel dafür sind die SIOUX, die in North Dakota gegen die von Trump unterstützte Pipeline am Missouri River demonstrieren. Wenn es um wirtschaftliche Interessen geht, werden die nordamerikanischen Indianerstämme also immer noch in ihren Rechten beschnitten. Daher hat sich bereits 1968 eine indianische politische Organisation gegründet. Das American Indian Movement versucht bis heute immer wieder, die Probleme der Indianer an die Öffentlichkeit zu bringen.

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